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Mehr Strom aus Sonnenstrahlen

Norddeutsche Energiegemeinschaft nimmt 14. Solaranlage in Betrieb
NEG-Vorstand Rolf Bemmann (r.) im Gespräch mit Genossenschaftsmitgliedern bei der feierlichen Eröffnung der Anlage in Bützow. 
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Nummer 14 ist am Netz: Die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG) hat am 15. März in Bützow eine neue Solarstrom-
anlage in Betrieb genommen – am Nebelring. Was die Adresse betrifft, ist zum Glück der Fluss Nebel Namensgeber und nicht eine ausdauernd diesige Wetterlage in diesem Bereich. Denn in der Solartechnik gilt: je mehr Sonne, umso mehr Strom. Der Solarpark mit seinen 13.152 Modulen hat bei einer Prognose von mehr als 900 Sonnenstunden im Jahr das Potenzial, einen  Jahresertrag von ca. drei Millionen Kilowattstunden zu liefern. Diese Menge würde reichen, um 850 Haushalte ein Jahr lang mit Strom zu versorgen, rechnet NEG-Vorstand Rolf Bemmann vor. Damit ist die Anlage am Nebelring die größte, die seit 2011 für die NEG ans Netz gegangen ist.
In dem Jahr entstand auf Initiative der Wemag und von fünf Volks- und Raiffeisenbanken eine Genossenschaft, deren Mitglieder vom Energiewandel und dem Ausbau erneuerbarer Energien profitieren sollen. Ziel der NEG ist es, in Bau und Betrieb eigener Ökokraftwerke zu investieren und Gewinne zu erwirtschaften. Ca. 860 Mitglieder hat die Genossenschaft, die inzwischen im dritten Geschäftsjahr ist und bereits 3,8 Millionen Euro Einlagen hat. „Wir werden erstmals in diesem Jahr eine kleine Dividende ausschütten können“, freut sich Rolf Bemmann. Im kommenden Jahr soll die Ausschüttung dann – auch dank der Anlage in Bützow – größer sein.
Und auch sonst hat die NEG Größeres vor. „Die Zeit ist reif für eine Windkraftanlage“, sagt Rolf Bemmann. In diesem Falle plant die Genossenschaft allerdings, eine fertige Anlage zu kaufen und zu betreiben. Der Grund dafür liegt in den hohen Vorlaufkosten, die Windkraftprojekte während der Projektierungs- und Bauphase haben. „Das ist für eine Genossenschaft nicht machbar, weil es zu sehr aufs Ergebnis drückt. Schließlich sind wir unseren Mitgliedern verpflichtet“, betont Bemmann. Es bestehe die „dringliche Absicht“, das Vorhaben noch in diesem Jahr anzupacken.
Nun geht es aber erst einmal in Bützow los. 4,6 Millionen Euro hat die Norddeutsche Energiegemeinschaft hier investiert. Auf 19.000 Quadratmetern Fläche wird jetzt aus Sonne Strom gemacht. So trägt das Engagement der Genossenschaftsmitglieder dazu bei, die umweltfreundliche Energiegewinnung voranzubringen und das Klima zu schützen. Und jeder kann Mitglied werden, denn die NEG steht nicht nur Kunden der Wemag offen. Es gibt sogar ganze Gemeinden, die Genossenschaftsmitglieder sind.
Jedes Mitglied beteiligt sich mit mindestens zwei und höchstens 400 Geschäftsanteilen an der NEG. Ein Anteil entspricht 250 Euro. Die staatlich garantierte Einspeisevergütung sichert Rendite, eine Mitgliedschaft kann laufend erworben werden.
Die Wemag als Energiedienstleister mit klarem ökologischen Profil übernimmt für die Genossenschaft die technische und kaufmännische Betriebsführung der Anlagen. In Paarsch bei Parchim, Warin und Crivitz konnten unter anderem schon  NEG-Projekte verwirklicht werden.  Auf Dächern, Freiflächen wie in Güs-
trow und Bützow und sogar auf einer stillgelegten Deponie stehen Solarmodule. Was das Biogas als regenerative Energiequelle betrifft, so hat es die Genossenschaft für sich erst einmal ausgeschlossen – die Umsetzung ist zu aufwendig. Für die bereits bestehenden Solaranlagen wünscht sich Rolf Bemmann natürlich neben einem technisch reibungslosen Betrieb vor allem eins: viel Sonnenschein.