Lebensart PR-Anzeige

Von der Energiewende profitieren

Genossenschaft NEG ermöglicht Beteiligung am ökologischen Umbau der Energieerzeugung
Cornelia Meissner und Rolf Bemmann, beide Vorstand der NEG, weihen die Photovoltaikanlage auf der Deponie Paarsch ein. Foto: WEMAG
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Spätestens seit der politisch propagierten Energiewende sind die erneuerbaren Energien ein Thema, mit dem sich auch private Verbraucher auseinandersetzen. Ohne Kohlendioxid erzeugter Strom ist die einzige Alternative angesichts begrenzter fossiler Brennstoffe und trägt maßgeblich zum Klimaschutz bei. Die WEMAG setzt bereits seit geraumer Zeit auf erneuerbare Energien und investiert unter der Leitlinie „öko-aktiv“ in eigene Ökokraftwerke. Zusätzlich zu diesem Engagement initiierte sie die Norddeutsche Energiegemeinschaft eG (NEG). Die Genossenschaft wurde am 2. Februar 2011 zusammen mit fünf Volks- und Raiffeisenbanken gegründet und steht allen Bürgern offen, die den Energiewandel vor Ort aktiv mitgestalten wollen. SCHWERIN live sprach über die Mittel und Möglichkeiten der NEG mit Rolf Bemmann, Prokurist der
WEMAG AG und Vorstandsmitglied der Energiegenossenschaft.
 
Herr Bemmann, wenn die
WEMAG AG ohnehin auf Öko-Energie setzt – wozu dann noch eine Genossenschaft?

Das eine hat unmittelbar mit dem anderen zu tun: Die Verbraucher werden durch die Energiewende und die dafür festgelegten Umlagen ja immer mehr finanziell
belastet, das hat der Gesetzgeber bestimmt. Wie kann ich also den Bürger für ökologische Vorteile begeistern, wenn die Umorientierung ihm für den Moment doch offensichtlich nur Nachteile bringt? Die
WEMAG hat sich bereits selbst verpflichtet, bis 2020 50 Prozent des Stroms für Privatkunden aus regenerativen Quellen zu erzeugen. Das wollen unsere Kunden auch.
Aus all diesen Überlegungen wurde schließlich die Idee der Genossenschaft geboren. Sie ist ein Instrument, mit dem sich der Bürger – alle Bürger, nicht nur unsere Kunden! – direkt am Umbau der Energieerzeugung beteiligen können und längerfristig sogar finanziell davon profitieren.

Wie sieht das in der Praxis aus?
Ganz einfach: Ein Mitglied inves-tiert in x Genossenschaftsanteile. Der Mindestbetrag sind zwei Anteile zu je 250 Euro. Vollkommen unabhängig von der Höhe der individuellen Einlage hat jedes Mitglied das gleiche Stimmrecht mit einer Stimme. Auch die WEMAG AG zum Beispiel hat genau eine Stimme – so sind wir gezwungen, gute Arbeit zu machen. Die Einlagen der Mitglieder investieren wir dann fortwährend in den Bau neuer Anlagen zur regenerativen Strom-Erzeugung. Bisher sind das hauptsächlich Photovoltaik-Anlagen. Sie werfen nach einiger Zeit Gewinn ab, der dann den Genossenschaftsmitgliedern zugute kommt. Das Ziel ist, in den ersten zehn Jahren einen Ertrag deutlich über dem Niveau einer Sparbuch-Verzinsung zu erreichen. Alle Mitglieder sind damit direkt am ökologischen Fortschritt in der Region beteiligt. Auch ganze Orte können mitmachen, einige Gemeinden sind bereits Mitglied der NEG.

Und wie lautet die Bilanz der NEG  nach über einem Jahr?
Wir haben zur Zeit etwa 800 Mitglieder – eine Zahl, die sich nach einem Jahr durchaus sehen lassen kann. Die Einlagen betragen etwa 3 Millionen Euro. Mit 80 Prozent Fremdkapital haben wir schon 12 Millionen Euro investiert. Bislang ausschließlich in Photovoltaikanlagen, weil sie den schnellsten Effekt versprechen. Zehn Anlagen sind bereits in Betrieb, seit Anfang Juni wird eine weitere in der Nähe von Bützow gebaut. Für die Zukunft denken wir auch in Richtung eines eigenen Windparks, aber die Planung dafür steckt noch in den Kinderschuhen.

Vielen Dank für das Gespräch!
Viele weitere Informationen zur NEG finden sich im Internet auf www.n-eg.de