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unvergängliche Melodien

Mit der „Fledermaus“ bringen die Schlossfestspiele Schwerin eine meisterhafte Operette auf die Bühne
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Am Abend des 14. Juni ist Premiere: Zum ersten Mal in dieser Saison öffnet sich dann der Vorhang für die Open-Air-Aufführung der Schlossfestspiele Schwerin. Inszeniert wurde diesmal „Die Fledermaus“ von Johann Strauss – ein Paradestück der goldenen Operettenzeit. Nachdem die Vorstellungen der vergangenen Saison im Zelt des Circus‘ Roncalli für Aufsehen gesorgt hatten, dürfen sich Musiktheaterfreunde in diesem Jahr wieder auf die gewohnte atemberaubende Kulisse freuen: Die Bühne ist auf ihr angestammtes Areal, auf den Alten Garten, zurückgekehrt und erlaubt dem Publikum einen fantastischen Blick auf das Schloss.

Plathe als „Frosch“

In der über 20-jährigen Geschichte der Schlossfestspiele – die ersten Freiluft-Aufführungen gab es im Sommer 1993 mit „Marlowe‘s Faust“ im Schlosshof – durften die Zuschauer immer wieder auch prominente Mitwirkende auf der Bühne bewundern. Unter anderem verstärkte die international renommierte Sopranistin Eva Lind das Ensemble im „Bajazzo“, Gojko Mitic war ein weiterer Zuschauermagnet in „Sorbas“. In diesem Jahr hat der prominente, aus der TV-Serie „Der Landarzt“ bekannte Schauspieler Walter Plathe seine Rolle als Gerichtsdiener „Frosch“ zugesagt.
Vordergründig ist die Botschaft der Fledermaus eine fröhliche: Der Mensch ist auf der Welt, um sich zu vergnügen. Dazu gehört es, Champagner zu trinken, bis einem der Kopf wackelt, beim wilden Tanze das letzte Fünkchen Verstand zu verlieren oder einen erquickenden Seitensprung zu unternehmen. Beim Maskenball mit viel prickelndem Getränk gibt sich die Gesellschaft unbeschwer-
ter Lebensfreude und hemmungslosem Genuss hin. Doch hinter der schillernden Fassade verbirgt sich Abgründiges: Die Menschen betrügen und belügen sich nach Herzenslust – bis mit dem nächsten Morgen die bittere Realität anbricht…

Sehnsucht nach Zerstreuung

Johann Strauss‘ Meisterwerk ist heute auf irritierende Weise aktuell. Seine Kritik an der vergnügungssüchtigen, Selbstvergessenheit ersehnenden Gesellschaft seiner Zeit gelingt auf sehr stilvolle und charmante Weise. Die rasende Sucht nach Lustbarkeiten, die fast schon krankhafte Sehnsucht nach Zerstreuung drückte er aus in wunderbaren, unvergänglichen Melodien, etwa „Trinke, Liebchen, trinke schnell!“, „Mein Herr Marquis“, „Ich lade gern mir Gäste ein“ oder die nahezu bacchantische Ensemblenummer „Im Feuerstrom der Reben“.

Regie bei „Die Fledermaus“ führt der Schweriner Schauspieldirektor Peter Dehler, der für die Schlossfestspiele 2009 bereits das Musical „Sorbas“ erfolgreich inszeniert hatte. Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin, die in diesem Jahr ihr 450. Jubiläum feiert, spielt unter der Leitung ihres amtierenden Generalmusikdirektors Daniel Huppert. Die Bühnen- und Lichtgestaltung liegt in den Händen  von Olaf Grambow, der schon die Bühnenbilder für „Die Zauberflöte“ und „Sorbas“ entwarf. Die von ihm erdachte, nach hinten geöffnete Bühne wird auf einer Breite von 16 Metern auch für zauberhafte Wassereffekte, Fontänen und Wassersäulen genutzt, Pyrotechnik kommt zum Einsatz. Durch eine Fensterfront an der Vorderseite des in die Bühne integrierten Orchesterraums kann das Publikum einen Blick auf die Musiker werfen. Bühne und Zuschauertribüne sind mit einer Wand eingefasst, an deren Außenseite eine 150 Meter lange Bank zum Verweilen einlädt. In den Abendstunden wird der Spielort in einladendes Licht getaucht – auch an Abenden, an denen keine Aufführungen stattfinden.

Das Publikum tanzt

Umrahmt von Staatstheater, Staatlichem Museum und dem Schloss sind vom 14. Juni bis zum  21. Juli 2013 insgesamt 23 Vorstellungen geplant. Neben den Abendvorstellungen um 21 Uhr werden auch Nachmittagsvorstellungen um 16 Uhr angeboten.
Und das Publikum kann sich vor den Aufführungen auf besondere Weise auf die Wiener Operette einstimmen: 45 Minuten vor jeder Vorstellung (ausgenommen die letzte Vorstellung) sind 25 Paare aus dem Publikum eingeladen, mit einem Tanzlehrer auf der Bühne der Schlossfestspiele Schwerin Walzer zu tanzen.
www.theater-schwerin.de

Premiere ist am Freitag,
14. Juni, um 21 Uhr auf dem Alten Garten. Die
22 weiteren Vorstellungen finden wie folgt statt:

15. Juni um 21 Uhr
16. Juni um 16 Uhr
20. bis 22. Juni um 21 Uhr
23. Juni um 16 Uhr
27. bis 29. Juni um 21 Uhr
30. Juni um 16 Uhr
4. bis 6. Juli um 21 Uhr
7. Juli um 16 Uhr
11. bis 13. Juli um 21 Uhr
14. Juli um 16 Uhr
17. und 18. Juli
20. und 21. Juli um 21 Uhr
Kartentelefon:
(0385) 5300 - 123
Bestellung per E-Mail:
kasse@theater-schwerin.de