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Synagogen im Bild

„Steinerne Erinnerung“ im Schleswig-Holstein-Haus
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Noch bis Sonntag, 28. Juni, ist im Schleswig-Holstein-Haus die Ausstellung „Steinerne Erinnerung“ mit Werken von Alexander Dettmar zu sehen. Die Gemälde stellen zerstörte Synagogen dar. Außerdem werden Bilder des Bremer Stadtteils Schnoor aus dem Jahr 2015 gezeigt; dort stand auch die 1938 zerstörte Synagoge, die in Dettmars Bildern in ihrem Viertel
wieder zum Leben erweckt wird.

Warme Erdtöne dominieren auf den Bildern und lassen die Gebäude in einer vom Maler beabsichtigten Wucht wirken. Auch wenn Dettmar die Architektur in den Mittelpunkt seiner Malerei rückt, geraten die Menschen, die zu den Synagogen gehörten, nicht in Vergessenheit.
Er sagt: „Die Erinnerung soll beim Betrachten meiner Bilder langsam dazu kommen.“ Er habe sich immer wieder gefragt: „Wie konnte das passieren? Wie kam es, dass diese Mischung aus Neid, Häme und mangelnder Zivilcourage so viele Menschen beherrscht hat?“ Zum Leitmotiv für seine Arbeit hat er einen Ausspruch des Berliner Rabbiners und Holocaust-Überlebenden Leo Baeck gemacht: „Bewahrt ihre Spuren!“

Die Ausstellung kann täglich von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Der Eintritt kostet drei Euro (oder fünf Euro für alle Ausstellungen des Hauses).