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Schwere Entscheidung

Zoo-Giraffenbulle Como musste eingeschläfert werden
War nicht zu übersehen und Besuchermagnet: Como.Foto: M. Häfner/Zoo Schwerin
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Am 24. Januar mussten die Zoomitarbeiter Abschied vom 19-jährigen Giraffenbullen Como nehmen. Como wurde 1992 in Emmen geboren und kam zwei Jahre später in den Zoo Schwerin. Er war Vater von insgesamt neun Giraffenkälbern und „Lucky“, sein letzter Sohn wurde vor fast genau einem Jahr geboren.
Como zeigte in seinen letzten Tagen immer wieder Bewegungsunlust, oft zitterten die Vorderbeine, er hielt sich am liebsten im warmen Stall auf und wollte nicht mehr auf die Außenanlage. Die Bewegungsarmut hatte ein vermehrtes Klauenwachstum zur Folge, was ihm zusätzlich zu schaffen machte. Zum Verdacht auf hochgradige Arthrose kam noch eine Entzündung im Klauengelenk hinzu, die im Dezember mittels Wärmekamera festgestellt wurde.
Alle Therapieversuche scheiter-ten, das Tier zeigte keine Besserung. Wie auch beim Menschen ist Arthrose nicht heilbar, es kann nur versucht werden, die Schmerzen zu lindern.
Nach allen Abwägungen und gescheiterten Therapieversuchen erachteten Tierpfleger und Tierärzte es als notwendig, das Tier einzuschläfern, um ihm weitere Schmerzen und weiteres Unwohlsein zu ersparen. Die eingerichtete Ethikkommission, bestehend aus Amtstierarzt, Direktion, praktischen Tierärzten, Tierinspektor und Tierpfleger, stimmte diesem Vorschlag einstimmig zu.


Como, etwas dunkler gefärbt als seine Artgenossen, war ein sehr sanftes Tier, an dem vor allem auch seine langjährigen Tierpfleger hingen. Dies machte die Entscheidung zusätzlich schwer.
Die Lebenserwartung von Giraffen liegt bei 20 bis 25Jahren. Como hat somit ein sehr gutes Alter erreicht. Über neue Giraffengesellschaft für die verbleibende Giraffendame „Maradi“ wird derzeit nachgedacht.