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Helge Jazzte zum Tee

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„Kann ich noch ein Schlückchen Tee haben?“ Der Satz fiel bei dem Auftritt von Helge Schneider am 27. August wohl am häufigsten, neben seinen ständigen Litaneien gegen Temperaturen und Luftfeuchtigkeit. Gitarrensaiten und Finger waren angeblich über den ganzen Abend klamm. Dabei hatte sich bis zum Erscheinen des großen Meisters des Nonsens‘ der sintflutartige Regen längst verabschiedet. Die 1.500 Zuschauer wussten es zu schätzen und lauschten verzückt Geschichten über Duke Ellington beim Kartoffelkauf in Berlin, großartigen Jazzimprovisationen oder Liedern wie über den „Meisenmann“ oder „Hast Du eine Mutter“.
Der Klassiker schlechthin leitete dann die letzte Zugabe ein. Ein kurzes, aber gefordertes „Katzeklo“ ertönte, bevor die singende Herrentorte verkündete, auf jeden Fall wiederzukommen nach Schwerin: „Ich werde das Schloss kaufen. Ich möchte gern verkleidet durch dessen Gänge rennen.“