13.02.2026

Kultur

Kunst und Erinnerung

Stolpersteine, Figuren, Graffiti: Fokus des Kulturpreises auf öffentlichem Raum
Die Sparkassenvorstände Kai Lorenzen (l.) und Björn Mauch (r.) gratulieren Tino Bittner (2.v.l.), Sabine Klemm und Nando Kallweit.
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Der Kunst- und Kulturpreis geht in diesem Jahr an Sabine Klemm, Initiatorin und Sprecherin der Stolperstein-Initiative Schwerin, den Bildhauer Nando Kallweit und den Künstler Tino Bittner. Der Fokus für die von der Sparkassen-Stiftung vergebene Auszeichnung lag in diesem Jahr auf Kunst im öffentlichen Raum.

An teils prominenten Orten sind Arbeiten von Nando Kallweit zu sehen, die deshalb im besten Sinne des Wortes Kunst für alle sind. Die drei roten Frauenfiguren „Stolz, Wehrhaftigkeit und Fruchtbarkeit“ am Ufer des Ostorfer Sees zählen genauso zu Kallweits Arbeiten wie die großen Blumen an den Ortseingängen von Schwerin und der Drache Nandolino am Pfaffenteich.

Die Stolperstein-Initiative wiederum spielt seit Jahren eine wichtige Rolle in der lokalen Erinnerungskultur. Ziel ist es, durch das Verlegen von Stolpersteinen an Menschen zu erinnern, die während der NS-Zeit aus Schwerin vertrieben, deportiert oder ermordet wurden. Diese Gedenkzeichen machen die Geschichte unmittelbar erfahrbar, denn sie befinden sich dort, wo die Opfer einst lebten und wirkten. Heute gibt es in Schwerin insgesamt 98 Steine sowie eine Stolperschwelle und Sabine Klemm engagiert sich als Sprecherin der Initiative dafür, dass Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Tino Bittner als Dritter im Bunde erhielt die Auszeichnung für sein Fassadenprojekt „Aller Hand“. Der Preis, der beim Neujahrsempfang der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin und der Landeshauptstadt vergeben wurde, ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert.

www.schwerin.de