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Filmkunstfest wird 25 Jahre alt

Eröffnet wird Schwerins Kulturhighlight am 5. Mai, Länderschwerpunkt ist Frankreich
Oben: Das Filmkunstfest zieht Jahr für Jahr zahlreiche Besucher an. Foto: Silke Winkler
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Zum 25-jährigen Bestehen des filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern in Schwerin werden wieder viele deutsche Filmschaffende, Schauspieler über den roten Teppich des Filmpalasts Capitol in Schwerin schreiten. Erwartet werden unter anderem die Regisseure Rainer Simon, Andreas Dresen, Hans Christian Schmid, Dani Levy und Nikolai Müllerschön.

Zur Eröffnung am 5. Mai wird in Anwesenheit des Filmteams die deutsch-französische Komödie „Im Sommer wohnt er unten“ von Regisseur Tom Sommerlatte gezeigt, mit der nicht nur der Spielfilmwettbewerb des Festivals, sondern zugleich auf den diesjährigen Länderschwerpunkt Frankreich eingestimmt wird. Das europäische Land mit der vielfältigsten und erfolgreichsten Kinokultur ist auf dem filmkunstfest mit vierzehn aktuellen Produktionen vertreten. Außerdem werden im Rahmen des erstmalig in Schwerin gas­tierenden, französischen Jugendfilmfestivals Cinéfête sieben Langspielfilme präsentiert.

Eine filmische Reise einmal rund um die Ostsee bietet die neue Filmreihe „Focus Baltic Sea“. Mit der neuen Reihe gewinnt das filmkunstfest an Internationalität und Vielfalt. Dabei führt die filmische Reise einmal rund um die Ostsee zu Regionen, mit denen Mecklenburg-Vorpommern seit Jahrhunderten politische, wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen unterhält. Das filmkunstfest und die Filmkritikervereinigung Fipresci präsentieren zeitgenössische lange und kurze Filmhighlights aus Polen, Estland, Lettland, Litauen, Russland, Finnland, Schweden, Dänemark und Norwegen.

Das Herzstück des Schweriner Fes­tivals sind traditionell die Wettbewerbe für Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus dem deutschsprachigen Raum. Weitere Filmreihen zeigen aktuelle Kinder- und Jugendfilme, NDR- und Produktionen „gedreht in Mecklenburg-Vorpommern“ wie die Komödie „Große Fische, kleine Fische“.

Zum 25-jährigen Jubiläum des filmkunstfests Mecklenburg-Vorpommern stiftet die Bundesminis­terin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Manuela Schwesig, in diesem Jahr den mit 7.500 Euro dotierten LEO-Preis für den besten Beitrag der Kinder- und Jugendfilmreihe.

Ehrenpreisträger des „Goldenen Ochsen“ wird im Jubiläumsjahr erstmals ein Drehbuchautor sein –Wolfgang Kohlhaase, dessen Person und Werk 60 Jahre deutsch-deutsche Filmgeschichte widerspiegelt. Kohlhaase verfasste unter anderem die Vorlagen für die Filme „Solo Sunny“ (1980), „Sommer vorm Balkon“ (2007) und „Als wir träumten“. Am 9. Mai erhält Wolfgang Kohlhaase die Ehrung aus den Händen des Ministerpräsidenten Erwin Sellering. Die Moderation der Abschlussgala übernimmt der versierte Radiomoderator Knut Elstermann.

Ebenfalls aus Anlass des 25-jährigen Bestehens erfolgt die Preisverleihung am 9. Mai ab 18 Uhr in Kooperation mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Dort wird nach der Preisgala Charlie Chaplins Komödienklassiker „Moderne Zeiten“ („Modern Times“) von 1936 gezeigt. Die Mecklenburgische Staatskapelle Schwerin spielt die rekonstruierte Originalfilmmusik Charlie Chaplins unter der musikalischen Leitung von Adrian Prabava.

Das Berliner Rock-/Pop-Duo Stereo Total lockert am 5. Mai die Eröffnungsgala auf, der Songwriter und Musiker Stoppok gibt am 8. Mai im Filmpalast Capitol ein Exklusivkonzert als Band-Trio. Die ostdeutschen Kultrocker von Karussell geben am 7. Mai nach einem Dokumentarfilm über die Band ab 19.30 Uhr ein Clubkonzert im Speicher. Der Vorverkauf im Capitol läuft bereits.

Unverzichtbar für viele Fans: die legendäre kurzfilmnacht (im Speicher am 8. Mai ab 20 Uhr). Die Kunst-Highlights: die Ausstellung des Künstlers Thomas Bartels mit „Kinetischen Skulpturen“ ab 4. Mai im Perzina-Saal der ehemaligen Stadtbibliothek und die Auftaktveranstaltung mit der Hamburger Künstlergruppe „A Wall Is A Screen“. Dabei werden am Abend des 30. April in der Schweriner Altstadt Kurzfilme auf Häuserwände projiziert – umsonst und draußen! Treffpunkt ist der Filmpalast Capitol um 21.15 Uhr.

Der neue Festivalclub ist das „Tivoli“ in der Geschwister-Scholl-Straße 2. Dort können sich die Fes­tivalgäste, aber auch jeder Kinobesucher einfinden, um sich über die Filme auszutauschen oder einfach zu feiern. Dort findet am 8. Mai um 18 Uhr auch eine öffentliche Talkrunde mit den Begründern des filmkunstfests statt. Dieter Schumann, Heinz Brinkmann, Jochen Wisotzki und Edda Wanske erinnern sich an die Anfänge des Festivals von 1990/91.

Das „Tivoli“ ist auch Ort der Branchenkonferenz „Perspektiven für das Filmland Mecklenburg-Vorpommern“, den die filmlocationMV der FilmLand MV gGmbH in diesem Jahr im Rahmen des filmkunstfests am 6. und 7. Mai veranstaltet. Auf der Konferenz werden diverse Themenkomplexe, die sich durch den digitalen Umbruch in der Film-, TV- und Medienbranche ergeben, diskutiert.
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www.filmland-mv.de