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18.05.2018

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Wie wird im Labor gearbeitet?

Viele Besucher beim Tag der offenen Tür des Labors MVZ Westmecklenburg / Ausbildung vorgestellt
Die Fachleute vom Labor informierten die Besucher über ihre Arbeit und stellten die Technik vor. Foto: Rainer Cordes
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Gut 200 Interessenten besuchten am 28. April das Labor MVZ Westmecklenburg, welches an diesem Datum zu einem Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Bei mehreren Führungen durch die modernen und im vergangenen Jahr erweiterten Räume lernten sie die vielen Facetten der Laborarbeit kennen.
Unter anderem zeigten und erklärten die Mitarbeiter, welche Art von Proben untersucht werden und wie weit die moderne Technik sie dabei unterstützt. So läuft zum Beispiel das Scannen, Sortieren und Auswerten der Proben teils vollautomatisch ab. Auf diese Weise gelingt es, im Hochdurchsatzlabor bei täglich über 3.000 Aufträgen (entspricht etwa 8.500 Proben) beispielsweise Blutbild, Leber- und Nierenwerte taggleich zu ermitteln.

Im Speziallabor, das sich in der oberen Etage befindet, wird unter anderem auf Eiweiße und Aller­gien getestet. Bestimmt wird auch, ob und in welcher Konzentration sich Vitamine, Medikamente und Drogen in Blut oder Urin befinden. Dazu nutzt das Labor die HPLC-Chromatografie.
Noch viel von Hand wird in der Abteilung Mikrobiologie gearbeitet. Hier konnten am Tag der offenen Tür zum Beispiel gezüchtete Bakterienkulturen angeschaut werden. Auch an anderen Stationen durften die Besucher buchstäblich Einblick in die Arbeit der Ärzte und Assistenten nehmen und zum Beispiel Präparate durch Lupe und Mikroskop betrachten.

Ziel des Tag des offenen Tür des Labors MVZ war es auch, das Berufsbild Medizinisch-technische/r Laborassistent/in (MTLA) vorzustellen. So informierten sich dann tatsächlich viele junge Leute zusammen mit ihren Eltern über eine Ausbildung auf dem Sektor.

Rund 80 Prozent der Mitarbeiter in einem medizinischen Labor haben die MTLA-Ausbildung durchlaufen. Deren verantwortungsvolle und abwechslungsreiche Aufgabe umfasst alle Bereiche der modernen Labormedizin. Fast jede ärztliche Diagnose wird heutzutage mit Hilfe von Laborwerten getroffen oder zumindest unterstützt.

Das Labor MVZ bildet MTLA in Zusammenarbeit mit der Beruflichen Schule der Landeshauptstadt Schwerin, Gesundheit und Sozialwesen (GESO), aus. (Die Ausbildung ist kostenlos und kann gefördert werden.) Die GESO stellte sich am Tag der offenen Tür ebenfalls vor. Weitere Infos zur Ausbildung: www.labor-schwerin.de/ausbildung.