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Von Menorrhagie geplagt?

Neue Therapie bei MediClin in Crivitz kann Abhilfe gegen starke Monatsblutungen schaffen
Frauen mit Menstruationsbeschwerden müssen nicht schweigend leiden. Foto: Shutterstock
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Es ist ein Thema, das öffentlich selten besprochen wird oder Gehör findet. Jedoch ist eine von fünf Frauen davon betroffen, mehr als eine Millionen Frauen leiden darunter, aber nur 25 Prozent lassen sich deshalb behandeln. Die Rede ist von starken Monatsblutungen, so stark, dass sie diese Frauen daran hindern, ihr Leben uneingeschränkt zu genießen. Das muss nicht sein, es gibt ein kurzes und einmaliges OP-Verfahren, das nun auch in Crivitz angewendet wird und den betroffenen Frauen Besserung verspricht.

Eine ungewöhnlich starke und/oder ungewöhnlich lange Mens­truationsblutung wird in Fachkreisen auch als Menorrhagie bezeichnet. Derartige Blutungen sind  für viele Frauen in verschiedenen Phasen ihres Lebens ein Problem. Vor allem betroffen sind Patientinnen, bei denen eine Durchtrennung der Eileiter stattgefunden hat, die ihre Hormonpräparate abgesetzt haben, oder aber Frauen, die auf ihre Wechseljahre zugehen.

Dr. Heinz Nierling, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe im Opens external link in new windowKrankenhaus am Crivitzer See, erläutert: „Wenn die Blutungen länger als sieben Tage pro Zyklus andauern oder sie so stark sind, dass die Patientinnen alle ein bis zwei Stunden ihre Hygieneartikel wechseln müssen, dann leiden Sie vielleicht unter Menorrhagie. Die Menorrhagie kann sehr störende Auswirkungen auf das Familien- und Sozialleben der Patientinnen sowie auf ihren Alltag und ihren Gemütszustand haben. Sie ist mehr als nur ein Blutungsproblem. Eine Menorrhagie ist ein sehr ernst zu nehmendes medizinisches Leiden.“

Frauen, die unter starken Blutungen leiden, sollten nicht schweigend leiden. Gemeinsam mit ihrem Arzt können sie herausfinden, ob sie an einer Menorrhagie leiden. Ein Gespräch mit ihrem behandelnden Gynäkologen kann sie der Linderung ihres Problems einen entscheidenden Schritt näher bringen, denn es gibt eine therapierende Alternative, ohne dass eine größere Operation erforderlich ist.
Unter Chefarzt Dr. Heinz Nierling wird seit Beginn dieses Jahres auch in Crivitz die sogenannte Endometriumablation durchgeführt. Dabei handelt es sich um einen sehr kurzen, einmaligen und sicheren Eingriff, der nachweislich helfen kann, starke Menstruationsblutungen ohne die Notwendigkeit von Hormonen oder einer Gebärmutterentfernung zu kon­trollieren. Er ist geeignet für Frauen, die an einer Menorrhagie leiden und keinen Kinderwunsch mehr haben.

Dr. Heinz Nierling erläutert das Verfahren: „Bei der Endometrium­ablation handelt es sich um einen minimalinvasiven Eingriff, der in der Regel nur zirka 15 Minuten dauert. Unter Vollnarkose wird über die Scheide mittels eines dünnen Schafts ein dreieckiges dünnes Netz in die Gebärmutter eingeführt und dort sanft entfaltet. Anschließend fließt eine individuell angepasste Radiofrequenz für etwa 90 Sekunden durch das Netz. Dadurch wird die innere Schicht der Gebärmutter entfernt. Dies kann zukünftige Menstruationsblutungen verringern oder sogar ganz verhindern. Abschließend werden das dünne Netz sowie der Schaft wieder entfernt. Es verbleibt nichts im Körper, und es sind keinerlei Schnitte notwendig“.

Diese Form der Therapie stellt eine echte Alternative zur Entfernung der Gebärmutter dar sowie eine Lösung, die die potentiellen Nebenwirkungen einer Therapie mittels Medikamenten vermeidet.
Der Eingriff ist schnell und einfach. Die Endometriumablation in  der MediClin-Akut-Einrichtung in Crivitz kann zu jeder Zeit während des Zyklus vorgenommen werden und erfordert auch keine Vorbehandlung mit Hormonen. Die Teilnahme an ihrem normalen Alltag ist für die Patientinnen in der Regel innerhalb von wenigen Tagen wieder möglich.

In einer klinischen Studie zum System zur Endometriumablation, das in Crivitz angewendet wird,  berichteten 91 Prozent der Frauen von einer auf Normalmaß oder sogar stärker reduzierten Blutung und 41 Prozent sogar von keinerlei verbliebenen Blutungen. Viele Frauen erlebten zudem einen Rückgang schmerzhafter Perioden von fast 50 Prozent.

Nierling ermutigt: „Auch wenn es sehr unangenehm für die meisten Frauen ist, über ihre Periode zu sprechen, möchte ich die Betroffenen ermutigen, das Gespräch mit ihrem betreuenden Gynäkologen zu suchen und sich ihm anzuvertrauen. Starke Mens­tru­ations­blu­tun­gen muss man nicht stillschweigend ertragen, es gibt Therapien.“