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Pflegehilfe mit Pfiff

Programm „Pflege in Familien fördern“ der AOK Nordost unterstützt pflegende Angehörige
Wer zu Hause Angehörige pflegt, findet mit dem Programm „PfiFf“ Unterstützung.
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Schnell und unerwartet kann ein Familienangehöriger zum Pflegefall werden. Ein plötzlicher Schlaganfall oder schwerer Sturz kann das Leben komplett verändern. Dann ist rasche Hilfe gefordert –für den Patienten, aber auch für die Angehörigen. Hier setzt das Programm der AOK Nordost „Pflege in Familien fördern – PfiFf“ an. Es unterstützt Menschen, die Betroffene zu Hause pflegen. Die Teilnahme an „PfiFf“ ist kostenlos und unabhängig von der Kassenzugehörigkeit. Schwerin Live sprach dazu mit Ute von Tilinsky, AOK Niederlassungsleiterin in Schwerin.

Was ist das Programm PfiFf?
Der Großteil der Pflegebedürftigen in unserem Land wird durch Familien, Angehörige, Freunde und Nachbarn zu Hause gepflegt. Diese stehen vor einem Berg von Aufgaben – Anträge müssen gestellt, ein Pflegedienst organisiert oder die Wohnung mit einem Pflegebett ausgestattet werden. Gleichzeitig müssen die Pflegenden bei Bedarf in der praktischen Pflege unterwiesen werden. Dieses Engagement kostet Kraft in jeder Hinsicht – organisatorisch, psychisch und körperlich. Um Betroffenen die fordernde Aufgabe zu erleichtern, hat die AOK Nordost das Programm „PfiFf“ ins Leben gerufen. „PfiFf“ steht für „Pflege in Familien fördern“: Angehörige erhalten praxisnahe Unterstützung im Pflegealltag.

Wie kann PfiFf in der Pflegesituation helfen?
Familienangehörige erhalten, wenn gewünscht, bereits im Krankenhaus und nach der Entlassung des Angehörigen in die Häuslichkeit spezielle Schulungen mit praktischen Anleitungen, Hinweisen in Form von Pflegekursen – aktuell auch in Online-Kursen. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Entlassmanagement des Krankenhauses, den regionalen Pflegestützpunkten und weiteren Akteuren vor Ort kann so zeitnah eine stabile Pflegesituation im Alltag hergestellt und so eine für den Patienten belastende Wiederaufnahme ins Krankenhaus vermieden werden. Ein wichtiger Hinweis: die aktuelle Pandemiesituation zwingt die beteiligten Partner dazu, die Angebote ggf. kurzfristig anzupassen.

Apropos Corona. Wie hat sich die aktuelle Situation auf die PfiFf-Angebote ausgewirkt, was hat sich verändert?
Wir sehen, dass die Pandemie die Pflege durch Angehörige zu Hause vor noch mehr Herausforderung stellt als bisher. Wichtig ist: unser PfiFf-Programm unterstützt die pflegenden Angehörige selbstverständlich auch in dieser schwierigen Zeit. Die Krise hat innerhalb kurzer Zeit die Themen digitale Gesundheitskompetenz und E-Learning in den Focus gerückt. Hier schafft die digitale Welt zahlreiche Erleichterungen und Unterstützung. Auf unserer Internetplattform www.aok-pfiff.de bündeln wir die zahlreichen Angebote. Beispielsweise geben Themenblätter zur Hygiene in der häuslichen Pflege, zu den Themen Parkinson, Demenz oder zum Leistungsrecht wichtige Informationen und zeigen erste Schritte bei den digitalen Pflegeangeboten. Zahlreiche PfiFf-Pflegefilme für das Erlernen von praktischen Handgriffen im Pflegealltag oder eine PfiFf-Sprechstunde für die Pflege zu Hause in der Pandemiezeit runden das Gesamtangebot ab.

Was können pflegende Angehörige tun, um sich selbst vor Überlas­tung zu schützen?
Das Wichtigste – achten Sie auf sich, gerade wenn sich im Pflegealltag belastende Gefühle oder Niedergeschlagenheit einschleichen. Mit unserem Online-Angebot „Familiencoach-Pflege“ wollen wir die seelische Gesundheit der Angehörigen stärken. Anhand von Tipps, interaktiven Übungen, Videos und Audios lernen die pflegenden Angehörigen, wie sie mit den seelischen Herausforderungen umgehen können, die für die meisten Pflegenden beschwerlich sind. Alle Informationen dazu im Internet unter www.pflege.aok.de/nordost (Stichwort: Familiencoach Pflege).

Vielen Dank für das Gespräch!