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Mit Sicherheit gegen Keime

Strenge Hygienemaßnahmen für Patienten und Personal im MediClin Krankenhaus am Crivitzer See
Die Hygienebeauftragte, Melanie Budnik, am Händedesinfektionsmittelspender. Nicht nur das Personal, sondern auch Besucher des Krankenhauses sollten sich vor und nach dem Besuch die Hände gründlich desinfizieren. Foto: Jenny Thoma
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Keime und Erreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Sie umgeben uns überall und jederzeit. Nur wenige von ihnen sind für den Menschen relevant, wenn es um Krankheiten und Infektionen geht. Da in einem Krankenhaus viele kranke und immungeschwächte Menschen auf relativ engem Raum zusammen kommen, erfordert es spezielle Maßnahmen, um einer Übertragung von Erregern vorzubeugen.

Nosokomiale Infektionen – deren Zahl in Deutschland erschreckend hoch ist – gehören zu den häufigsten Infektionen, darunter versteht man solche, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auftreten. Rund 3,5 Prozent aller stationären Patienten in Deutschland infizieren sich im Krankenhaus. Schätzungsweise 20 bis 30 Prozent der Fälle sind vermeidbar.
Das Opens external link in new windowKrankenhaus am Crivitzer See ist in der begünstigten Situation, nur sehr selten postoperative oder andere nosokomiale Infektionen behandeln zu müssen. Dies ist ein Zeichen für eine sehr hohe Qualität in der Umsetzung der Hygienestandards.

Bei allen Risikopatienten, zum Beispiel Patienten mit chronischen Wunden, die im Krankenhaus aufgenommen werden, wird eingangs ein sogenanntes Screening auf MRSA vorgenommen. Dieser Keim gehört zu den Bakterien, die aufgrund von Resistenzen gegenüber Antibiotika schwerer zu behandeln sind, wenn sie eine Infektion auslösen. Untersucht wird mittels eines Abstrichs aus Nase/Rachen und gegebenenfalls an einer vorhandenen Wunde. Die Laborergebnisse bekommen die Ärzte schon wenige Stunden später. So kann sichergestellt werden, dass Träger oder potenzielle Träger des Keims frühzeitig erkannt werden.

Hier ist aber auch die Mitarbeit der Patienten selbst gefragt. Wenn ein Patient weiß, dass er Träger dieses oder eines anderen Keims ist, sollte  er das Klinikpersonal beim Eingangsgespräch darüber informieren. Wird ein Patient als Träger eines Keims identifiziert, dann werden entsprechende Schutzmaßnahmen für seinen Aufenthalt eingeleitet, zum Beispiel alleinige Unterbringung sowie die Pflicht des Tragens von Schutzkleidung für alle Mitarbeiter, welche mit ihm in Kontakt kommen. Nur so kann einer Weiterverbreitung vorgebeugt werden. Dabei ist es wichtig, wirklich an alle Berufsgruppen eines Krankenhauses zu denken und sie in diese Schutzmaßnahme mit einzubeziehen.

Die meisten Erreger in einem Krankenhaus werden durch die Hände des Personals übertragen, wenn diese nicht oder nicht ordnungsgemäß desinfiziert wurden. Aus diesem Grund wird das Thema Händedesinfektion im Krankenhaus am Crivitzer See besonders großgeschrieben. Unter der hygienischen Händedesinfektion versteht man im medizinischen Bereich ein Verfahren zur Verringerung der Zahl von Krankheitserregern, wie Bakterien und Keimen auf der Haut der Hände mit Hilfe von speziellen Mitteln zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten. Es reicht hier also nicht, wie im normalen Alltagsleben, sich die Hände nur mit Seife zu waschen.

Melanie Budnik, Hygienebeauftragte im Crivitzer Krankenhaus, fügt hinzu: „Aber nicht nur das Krankenhauspersonal, auch Besucher eines Krankenhauses sollten sich vor und nach dem Besuch der Station gründlich die Hände desinfizieren, um ihre Angehörigen, aber auch sich selbst zu schützen.“
Um die Qualität der Händehygiene in der MediClin-Einrichtung ständig zu überprüfen, wird immer wieder genau kontrolliert. So wird beispielsweise der Verbrauch an Händedesinfektionsmittel dokumentiert, analysiert und ausgewertet. Auf Veränderungen in den Verbrauchsdaten wird umgehend reagiert.
Weiterhin sind regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter wichtig, um das Bewusstsein für eine gute Hy­giene ständig aufrecht zu erhalten. In diesem Rahmen kann man zum Beispiel anschaulich mit einer Schwarzlichtlampe die ausreichende Händedesinfektion üben.