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Gleichgewicht herstellen

Im Zentrum für Osteopathie und Kinderosteopathie Schwerin dreht sich alles um die Gesundheit
Auch Kleinstkinder werden sanft behandelt. Foto: Fotolia, Kristin Gründler
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Seit vier Jahren wächst das Opens external link in new windowZentrum für Osteopathie und Kinderosteopathie Schwerin. Mittlerweile sechs erfahrene Osteopathen und Kinder­osteopathen haben sich hier zu einem innovativen Team zusammengeschlossen. Somit ist ein ständiger Austausch von Erfahrungen und Kenntnissen gewährleistet. „Zu uns kommen Patienten mit den unterschiedlichsten Diagnosen“, sagt Peggy Scheitz, Leiterin des Zentrums. Die Patienten haben sehr oft eine lange Odyssee an Behandlungen  hinter sich und gelten nicht selten als austherapiert oder kommen mit psychosomatischer Diagnose.

Was macht uns krank?

Ist die Frage mit der sich Peggy Scheitz und ihr Team seit Jahren auseinandersetzen und hierzu zahlreiche  ganzheitliche Ausbildungen und Kongresse besuchten. Ihrer Meinung nach sind es verschiedenste Faktoren, die nicht mehr mit denen vor 25 Jahren – zu Beginn ihres Berufslebens – übereinstimmen.
Heute sind es multifaktorielle komplexe Beschwerdebilder, nicht mehr nur ein verspannter Rücken oder ein schmerzendes Knie. Zugenommen haben vor allem auch Kiefergelenksfehlbelastungen, die sich jedoch als Migräne, Tinnitus oder Sehstörungen zeigen können. Daher hat sich ein Teil der Osteopathen in diese Richtung weitergebildet.

Medizin muss neue Wege gehen

Die Medizin muss neue Behandlungsansätze erforschen, um Menschen mit deren heutigen Krankheitsauslösern behandeln zu können. Wir gehen davon aus, dass auch das Umfeld, in dem wir aufgewachsen sind, und in dem wir leben, ausschlaggebend für unsere Gesundheit sind. Könnten zum Beispiel Giftstoffe wie Aluminium, Düngemittel, Rußpartikel und so weiter eine Rolle spielen, die unbewusst aus Umwelt und Ernährung aufgenommen werden und unsere Zellen belasten? Was macht die Strahlung von Handy, Navigationsgeräten, WLAN, Flugzeugen mit unseren Zellen? Wie zeigen sich Stressbelastung und emotionale Traumatisierung in den Nervenbahnen?

All diese Dinge wirken auf unser System, wobei es sehr lange belastet sein kann, bevor der Körper mit Schmerz reagiert. Oft ist es eine kleine Sache, (zum Beispiel das Heben oder Bücken, ein umgeknickter Fuß) der das „Fass zum Überlaufen“ bringt, und ein „Krankheitsbild“ erschafft. Kann der Osteo­path oder Mediziner ein paar von den belastenden Dingen aus dem „Fass“ entfernen, entlastet das den Organismus, und die Kompensationsmöglickeit ist wieder gegeben. Wir müssen einfach weiter denken, und all diese Faktoren in die osteopathische Behandlung einfließen lassen.

Osteopathisches Konzept

Dank des osteopathischen Konzepts ist es vielfach möglich, den Anstoß in eine gesunde Selbstregulation zu geben, Blockaden zu lösen, sei es im Gewebe, in den Knochen, Faszien oder emotionalen Bereich. Der menschliche Körper ist ständig bestrebt, ein gesundes Gleichgewicht seiner komplexen Systeme herzustellen – sei es im Großen, wie der Ausrichtung der Körperhaltung, oder im Kleinen, wie der Durchblutung eines bestimmten Gewebes. „Dieses Bestreben unterstützen wir durch unsere Behandlung“, sagt Peggy Scheitz. „Wir geben nützliche Informationen gern weiter, zum Beispiel, wie Ernährung, hier besonders Zuckerreduktion, Entgiftung, Aufbau der Darmflora die Therapie unterstützen.“ Das Verstehen des individuellen Beschwerdebildes sowie das Erkennen und Behandeln der dahinter liegenden Ursache sind für die Osteopathen hierbei essentiell.

„Natürlich kann die Osteopathie nicht alles heilen“, betont Peggy Scheitz. „Wenn wir durch unsere umfangreiche Anamnese und Untersuchung komplexe Erkrankungen aufspüren oder vermuten, ist die Empfehlung zu einem Facharzt oder weiterführender Diagnostik sinnvoll. Hier haben wir in den vielen Berufsjahren gemeinsam ein großes Netz  aus ganzheitlich ausgebildeten Schulmedizinern aufgebaut, an die wir Patienten gern weiterempfehlen.“

Kinderosteopathie

Ist ein weiterer großer Zweig im Zentrum mit speziell ausgebildeten Kinderosteopathen. In den ersten Lebensmonaten und -jahren ergeben sich fast täglich ein neuer Entwicklungsschritt und eine Veränderung der körperlichen Strukturen und Gewebe. Daher ist es besonders in dieser Zeit sehr wichtig, dass sich alle Regionen des Körpers frei bewegen, alle Funktionen voll entfalten können und dass sich alle Systeme im Gleichgewicht befinden. Blockaden und Spannungsmuster können bei Säuglingen sowohl bei der Geburt, als auch durch verschiedenste Ursachen danach jederzeit entstehen und werden oftmals nicht sogleich erkannt. Dabei stellen sie häufig eine störende Funktionseinschränkung dar und können beispielsweise die motorische Entwicklung, die Verdauung, den Schlaf oder das vegetative Gleichgewicht des Kindes beeinflussen.

Frühzeitig erkannt lassen sich solche Bewegungseinschränkungen jedoch meist sehr gut behandeln. Auch im Kleinkindalter und in der Schulzeit können Gewebe und Strukturen irritiert sein, was sich in eingeschränkter Koordination, Unaufmerksamkeit, motorischer oder sprachlicher Entwicklungsverzögerung oder Überaktivität zeigen kann. Auch ohne aktuelle Beschwerden ist eine osteopathische Untersuchung sinnvoll. So können häufig Einschränkungen, Blockaden und Spannungen schon frühzeitig entdeckt und gelöst werden, noch bevor sich daraus erst Symptome entwickeln können.