Schwerin Live Logo

Doc aktuell PR-Anzeige

Frühes Cremen hilft der Haut

Neurodermitis-Kinder schon in jungen Jahren mit rückfettenden Substanzen behandeln
Neurodermitis ist eine der häufigsten nichtinfektiösen Erkrankungen bei Kindern. Zumindest hinausgezögert wird die Erkrankung, wenn man schon bei Säuglingen frühzeitig mit einer Basispflege beginnt. Foto: Barmer GEK
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Neurodermitis in der Familie? Die Barmer GEK rät betroffenen Eltern, ihre Kinder frühzeitig mit rückfettenden Cremes zu behandeln. Hautärztin Dr. Utta Petzold: „Es gibt genügend Hinweise, dass eine regelmäßige Rückfettung der Haut in der täglichen Körperpflege familiär belasteter Säuglinge sehr wichtig ist. Damit kann das Auftreten einer etwaigen Neurodermitis hinausgezögert oder deren Auswirkung gering gehalten werden“, so die Dermatologin.
Laut dem aktuellen Arztreport der Barmer GEK haben über elf Prozent aller Kinder zwischen 0 und 14 Jahren Neurodermitis. Mit einer Basispflege werde versucht, den fehlerhaften Fett- und Schutzfilm der Haut zu regenerieren und so ihr Austrocknen zu vermeiden. Dafür gebe es verschiedene Alternativen: Emulsionen aus Öl und Wasser werden als Lotion („Milch“ ist eine weitere Bezeichnung), Creme oder Salbe angeboten. Besonders hilfreich sind Inhaltsstoffe wie Glycerin oder Ceramide. „Am einfachsten lässt sich das Eincremen in den Alltag einbauen, wenn es zum festen Bestandteil des Tagesablaufs wird, beispielsweise spielerisch beim morgendlichen und abendlichen Umziehen“, empfiehlt Petzold. Daneben gebe es ölhaltige Badezusätze, bei denen sich Öl entweder im Wasser verteilt oder auf dessen Oberfläche schwimmt – letztere enthalten weniger Emulgatoren und greifen so den hauteigenen Fettfilm weniger an. Übrigens: Ein Vollbad pro Woche ist für empfindliche Kinderhaut völlig ausreichend.
Bei 13,2 Prozent aller Kinder im Alter bis zu 14 Jahren wird in Mecklenburg-Vorpommern eine Neurodermitis (von Ärzten als atopisches Ekzem bezeichnet) festgestellt. Die Diagnoserate liegt dabei in den ehem. Kreis Uecker-Randow mit 21,3 Prozent und Rügen mit 18,3 Prozent am höchsten, in Schwerin und Rostock mit 10,5 Prozent am niedrigsten. Am häufigsten wird eine Neurodermitis zudem im zweiten Lebensjahr festgestellt. Die Erkrankung zählt neben Fehlsichtigkeiten und Verletzungen zu den häufigsten Diagnosen ohne infektiöse Ursache.(pi)