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Ein ganz privater Neuanfang

Radiologin Dr. Angelika Menzel verabschiedet sich – Nachfolger ist Dr. Jan Strobach
Dr. Angelika Menzel an ihrem Arbeitsplatz. Künftig wird Dr. Jan Strobach an ihrer Stelle als Radiologe praktizieren.
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Nein, die Arbeit werde sie nicht vermissen, sagt Dr. Angelika Menzel. Ihren 60. Geburtstag hat sie zum Anlass genommen, sich aus der Radiologischen Gemein-
schaftspraxis zu verabschieden. Verübeln wird ihr das niemand – schließlich war sie an diesem Ort 22 Jahre lange für ihre Patienten da. Und mindestens zwei gute Gründe gibt es, die Dr. Menzel den Weg in den Ruhestand leicht machen. Der eine heißt Dr. Wolfgang Zinck: Er war ihr Praxispartner von Beginn an, ist ebenfalls Radiologe,  ihr Mann und bereits vor einigen Jahren aus dem Berufsleben ausgeschieden. Gemeinsam werden sie nun ihre neu gewonnene Zeit gestalten. Der andere Grund ist eigentlich ein dreifacher: Bruni, Cobold und Ditte vom Dobiner Land können es kaum erwarten, ihr Frauchen um sich zu haben. Ihre Liebe ist eine gegenseitige, seit Jahren hat sich Angelika Menzel der Hunderasse Hovawart verschrieben. Drei eigene Prachtexemplare sind aus ihrer Hobby-­Züchtung hervor­gegangen. Außerdem kümmert sie sich als Zuchtwartin im Rassezuchtverein für Hovawarthunde um die Belange anderer Hundefreunde. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie seit langem in der Bezirksgruppe Wismar aktiv. „Für mich ist der Hovawart  der beste Haus- und Hofhund, den es gibt!“, lobt sie die Qualitäten der vierbeinigen Wegbegleiter.

In der Zusammenarbeit mit Züchtern und deren Hunden, im täglichen Umgang mit den Tieren und im Hundesport findet Dr. Angelika Menzel Erfüllung. Dass die Arbeit in der Praxis nicht länger als nötig Lebensinhalt sein muss – wen wundert es bei diesem wunderbaren Hobby. Was jedoch nicht heißen soll, dass die Praxis, das Team und die vielen Patienten über all die Jahre nicht in guter Erinnerung bleiben werden, im Gegenteil. Noch gut weiß Angelika Menzel, wie hier alles anfing. Damals, als das Gebäude noch Poliklinik hieß und der Übergang in einen neuen Staat auch die Umgestaltung der ärztlichen Versorgung mit sich brachte. „Mit vier Assistentinnen und zwei Schreibkräften haben wir 1991 angefangen“, erinnert sich die Radiologin an den Start der Praxis nach der Wende. An der Berliner Charité hatte die junge Ärztin zuvor ihre Facharztausbildung absolviert. Wie der Vater, der im Brandenburgischen ein angesehener Radiologe war, zog es die Tochter hin zu dieser Technik, die das Innerste des Menschen sichtbar macht. „Schon immer fand ich naturwissenschaftlich-technische Fragen spannend, interessierte mich früh für Mathe und Physik“, beschreibt Dr. Menzel die Vorgeschichte zu ihrem späteren Lebensweg. Die Entscheidung für ihr Fachgebiet fiel ihr leicht, weil in der Radiologie fast alle medizinischen Fragestellungen eine Rolle spielen – vom geröntgten Knochen bis zum Ausleuchten jeder Gehirnwindung per Magnetresonanztomografie (MRT).

Als in Schwerin 1991 händeringend ein Radiologe mit Erfahrung in der Computertomografie (CT) gesucht wird, zögert sie zunächst, ihr Leben in der Großstadt aufzugeben. Doch wo erst nur von einem Radiologie-Partner für Dr. Fischer in der alten Poliklinik die Rede ist, fällt die Entscheidung kurze Zeit später leicht: Der Neuanfang kann zu zweit mit Dr. Zinck gelingen, gemeinsam geht es nach Schwerin. Nach einer kurzen Einarbeitungszeit steht 1991 die Praxisgründung an. Fortan investieren sie in Umbau und technische Ausstattung. Was für Summen für die Anschaffung der hochspezialisierten Gerätschaften nötig sind, man kann es nur ahnen. Befördert wird die herausragende Stellung der Praxis durch eine Initiative von Dr. Wolfgang Zinck: Er führte als Vorsitzender des Berufsverbandes in M-V das Mammografie-Screening ein – heute ein fester Bestandteil der Brustkrebs-Vorsorge. „2001 haben wir dann unser erstes MRT angeschafft, 2007 stieß Dr. Torsten Dahlmann als dritter Kollege zu uns. 2010 hat Mareen Wittkat die Stelle von Dr. Zinck übernommen. Im gleichen Jahr folgte auch ein neues MRT mit einer extra weiten Öffnung. Seit 2006 arbeiten wir ausschließlich mit digitalen Aufnahmen. Auch die Praxisorganisation und Speicherung ist digitalisiert.“ Dr. Menzel war ehrenamtlich auch über 20 Jahre als Vorsitzende der Radiologiekommission der Kassenärztlichen Vereinigung tätig, die unter anderem für die Qualitätskontrollen der radiologisch tätigen Ärzte in M-V zuständig ist. Die technische Ausstattung der Gemeinschaftspraxis wurde laufend auf den modernsten Stand gebracht.

Gewachsen ist außerdem das Team der Radiologen: 15 Mit­arbeiter sind es heute, die sich in der Röntgenstraße um den kaum versiegenden Strom der Patienten kümmern. Drei niedergelassene Mediziner und ein angestellter Arzt sind abwechselnd im Dienst. Auf ihre gute Arbeit kann sich Dr. Angelika Menzel auch in der Zukunft verlassen – Nachfolger Dr. Jan Strobach wurde bereits offiziell im Team begrüßt.

Radiologische
Gemeinschaftspraxis
Röntgenstraße 11
19055 Schwerin
Telefon: (0385) 555 713 0

Sprechzeiten:
Mo bis Do: 7.30 Uhr - 18 Uhr
Fr: 7.30 Uhr - 15.30 Uhr
www.mrt--schwerin.de