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dehnen,wenn‘s zieht

Wadenkrämpfe sind zwar schmerzhaft, meistens aber harmlos
foto: ccvision
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Gelegentlich auftretende Wadenkrämpfe sind ein harmloses Problem. Allerdings sind diese Muskelkrämpfe sehr schmerzhaft und kommen meistens in der Nacht: Der Wadenmuskel zieht sich unwillkürlich sehr schmerzhaft zusammenzieht und wird hart, ohne sich jedoch wieder zu entspannen. Auch ganze Muskelgruppen können sich zusammenziehen und sich auch auf Muskeln ausdehnen, die die Zehen beugen.
Normalerweise hält so ein Krampf nur einige Sekunden, maximal wenige Minuten an, bis er sich von selbst wieder löst. Meist gibt es keine bedenkliche Ursache, häufig ist es Überanstrengung oder aber das genaue Gegenteil, denn besonders untrainierte Menschen haben oft mit Wadenkrämpfen in der Nacht zu tun.
Ein weiterer Auslöser von Wadenkrämpfen kann eine Unterversorgung mit Mineralstoffen sein, wie zum Beispiel Magnesium und Kalzium, welche besonders wichtig für eine gute Muskelfunktion sind. Ein Mangel an Magnesium ist oft Auslöser der schmerzhaften Krämpfe, lässt sich allerdings nur schwer feststellen, weil der Mangel meist im Muskel selbst vorliegt, sogar wenn die Blutwerte keinen Mangel anzeigen. Vor allem Menschen, die sich häufig  körperlicher, sportlicher Anstrengung aussetzen oder die stark schwitzen, sich in einer Diät befinden, oder von Haus aus wenig trinken, sollten einen Magnesiummangel als Möglichkeit in Betracht ziehen. Auch Schwangere haben vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte vermehrt mit Wadenkrämpfen zu kämpfen. Denn durch die Veränderungen im Stoffwechsel- und Hormonhaushalt, kann sich der Mineralstoffhaushalt verschieben.
Was also tun, wenn der Krampf kommt? Experten raten: Auch wenn es schmerzt, sollte bei einem Wadenkrampf der betroffene Muskel gedehnt werden. Dabei am besten die Zehen halten, vorsichtig Richtung Schienbein ziehen und das Bein langsam strecken. Auch kann es helfen, zu gehen und dabei bewusst feste mit dem betroffenen Bein aufzutreten. Wer regelmäßig Sport treibt, dabei viel schwitzt und feststellt, dass Wadenkrämpfe häufiger auftreten, kann vorübergehend Magnesium-Präparate einnehmen, die es in unterschiedlicher Stärke in der Apotheke gibt. Kommen die Wadenkrämpfe jedoch häufiger und zu jeder Tageszeit vor, ist es ratsam, die Ursachen vom Arzt abklären zu lassen. Denn auch Nervenschäden, Muskelerkrankungen oder Venenleiden verursachen Wadenkrämpfe und können bei andauernden Krämpfen nicht ausgeschlossen werde. (lifepr)