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Südamerikaner fühlt sich wohl

Arbeitsgruppe erfasst Population der Nandus in NWM / Mitarbeit der Bürger erwünscht
Der Nandu ist seit vielen Jahren in M-V zu Hause.Fotos: LUMV
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Die Arbeitsgruppe Nandumonitoring und das Biosphärenreservat Schaalsee zählen im April erneut die Nandus in Nordwestmecklenburg. Der bis zu 1,40 Meter große Laufvogel, der ursprünglich in Südamerika beheimatet ist, gehört seit etwa 13 Jahren zur Tierwelt Nordwestmecklenburgs. Er wird als neu auftretende Tierart daher intensiv beobachtet, die Folgen seiner Ausbreitung werden seit fünf Jahren wissenschaftlich untersucht.
Die Erfassung der Population erfolgt zweimal im Jahr und ist Bestandteil des Monitoringprogramms des Ministeriums für Landwirtschaft, Umwelt und Verbraucherschutz Mecklenburg-Vorpommern. Im vergangenen Jahr wurde ein Bestand von 129 Nandus im Hauptverbreitungsgebiet in Nordwestmecklenburg ermittelt. Das ist der höchste dokumentierte Populationsbestand seit Beginn der Untersuchungen im Jahr 2008. Bei der diesjährigen Zählung stellt sich den Wissenschaftlern und Wildhütern vor allem die Frage, ob sich die ungewöhnliche Witterung mit großem Schneeaufkommen im März ähnlich dezimierend auf den Bestand der Jungtiere ausgewirkt hat wie die winterlichen Wetterereignisse in den Jahren 2009 und 2010.
Interessierte Bürger können sich auf der Internetseite www.nandu.info nicht nur über die Tätigkeiten der Arbeitsgruppe und über den Nandu in Nordwestmecklenburg informieren, sondern auch mögliche eigene Nandu-Beobachtungen eingeben  und an die Arbeitsgruppe übermitteln – und damit maßgeblich  zur Erfassung der Art beitragen.