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Neue Mädchen braucht das Land

Am Girls’Day können Schülerinnen technische und handwerkliche Berufe kennen lernen
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Eine Eins in Mathe und Physik – und trotzdem kein Ingenieurstudium? Obwohl viele Mädchen in den Naturwissenschaften gute und sehr gute Leistungen haben, denken sie gar nicht darüber nach, „etwas mit Technik zu machen“. Stattdessen entscheiden sie sich überproportional häufi g für typisch weibliche Berufsfelder und Studienfächer. Dabei fehlt vielen Betrieben in technischen und techniknahen Bereichen zunehmend qualifi zierter Nachwuchs.

WAS PASSIERT AM GIRLS’DAY?

Hier setzt der Girls’Day an: Die bundesweite Aktion will Mädchen dabei unterstützen, ihre Berufschancen voll auszuschöpfen. Schließlich verfügt die junge Frauengeneration in Deutschland über eine besonders gute Schulbildung – und sollte sich damit nicht verstecken. Am 14. April ist es wieder soweit: Schülerinnen ab der fünften Klasse haben am Mädchen-Zukunftstag die Möglichkeit, die Nasen in Forschungslabore, Werkstätten und Maschinenhallen zu stecken. In erster Linie sind es technische Unternehmen und Abteilungen sowie Hochschulen, Forschungszentren und ähnliche Einrichtungen, die am Girls’Day vielfältige Veranstaltungen anbieten.

Die Mädchen erleben so an ganz praktischen Beispielen, wie spannend die Arbeit in diesen Bereichen sein kann. Außerdem knüpfen sie Kontakte zu Praktikums- und Personalverantwortlichen, die für ihre spätere berufl iche Zukunft wichtig sein können. Und der Girls‘Day hat noch eine andere Seite: Auch Öffentlichkeit und Wirtschaft werden auf die Stärken junger Frauen aufmerksam. Dies wiederum eröffnet einer gut ausgebildeten Generation Zukunftsperspektiven.

HISTORIE

Im Jahr 2001 fand der erste Girls‘Day - Mädchen-Zukunftstag in Deutschland statt. Gemeinsam starteten das Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Deutsche Gewerkschaftsbund und die Initiative D21 diese bundesweite Aktion. Von Anfang an wurde sie vom Kompetenzzentrum Frauen in Informationsgesellschaft und Technologie in Bielefeld koordiniert. Erste Anstöße kamen aus den Frauen-Technik-Netzwerken, angeregt durch das Beispiel des amerikanischen „Take-Our-Daughters- To-Work-Day“. Das ist ein Tag, an dem Schülerinnen in den USA Eltern oder Bekannte am Arbeitsplatz besuchen. Im Unterschied zu diesem Konzept setzt der Girls‘Day - Mädchen-Zukunftstag den Schwerpunkt gezielt auf technische und techniknahe Berufe. Unternehmen und Organisationen bieten Plätze für interessierte Schülerinnen an, die zum Beispiel über die Aktionslandkarte unter www.girls-day.de, www. girlsday-mv.de oder über regionale Girls‘Day-Arbeitskreise frei vermittelt werden. Der Girls‘Day fi ndet jährlich am vierten Donnerstag im April statt – Ausnahme ist dieses Jahr, in dem der Aktionstag wegen der Osterferien auf den 14. April vorrückt. 2002 gab es erstmalig in Mecklenburg- Vorpommern 13 Veranstaltungen mit 451 Plätzen für Mädchen.Landesweit werden inzwischen jährlich rund 4.000 Plätze für Schülerinnen in 400 Veranstaltungen angeboten.

NACHHALTIGE WIRKUNG

92 Prozent der Teilnehmerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern beurteilten den Tag 2010 mit sehr gut und gut, 80 Prozent der Veranstalter waren sehr zufrieden oder zufrieden. 45 Prozent der Schülerinnen haben Berufe in Technik, Naturwissenschaften, IT und Handwerk kennen gelernt, die sie interessieren, 46 Prozent würden gern ihr Wissen über die kennen gelernten Bereiche mit einem Praktikum vertiefen. Acht Prozent der befragten Veranstalter in MV gaben an, junge Frauen eingestellt zu haben, die in den Vorjahren den Girls’ Day im jeweiligen Unternehmen verbracht haben. Angesichts des jungen Alters der meisten Teilnehmerinnen ist diese Anzahl beträchtlich.

AKTIONSPARTNER UND FÖRDERUNG

Der „Girls‘Day - Zukunftstag für Mädchen“ ist eine bundesweite Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gemeinsam mit den Aktionspartnern DGB, BDA, BDI, DIHK, ZDH, der Bundesagentur für Arbeit und der Initiative D 21. In Mecklenburg-Vorpommern wird dieser Aktionstag durch ein Sozialpartnerschaftsprojekt der Vereinigung der Unternehmensverbände für Mecklenburg-Vorpommern e. V. und des DGB Bezirk Nord koordiniert, gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Kontakt: Rüdiger Dohse, Landeskoordinierung Girls´Day in M-V, Tel.: 03 85 - 75 87 092, Fax: 03 85 - 71 46 69, Mobil:0176 - 48 25 1957, Auto: 0172 - 38 98 005 www.girlsday-mv.de