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In der Kita Aus der Reihe tanzen

foto: fotolia
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Viele Eltern schätzen es, dass ihre Sprösslinge den Tag in einer Kita verbringen können: Der Kopf ist frei für Arbeit und Karriere. Die Kinder wiederum kommen am Nachmittag mit frischen Eindrücken nach Hause und erzählen, was sie gespielt, gelernt, erlebt haben.
Eine klassische Win-Win-Situation?
„Nicht immer für alle Seiten”, sagt Diplom-Sozialpädagogin Steffi Schieweck (Foto), Leiterin der Frühförderstelle „FiB‘s” (Familien in Begleitung).
Erwiesenermaßen biete eine Kita Raum für Kreativität, Spontanität und Entdeckungslust der Kinder. Sie erschließen sich neue Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten beim Spielen mit Dingen oder in der Auseinandersetzung mit Gleichaltrigen in unterschiedlichen Situationen. Die meisten Kinder profitieren von diesen Möglichkeiten.


Doch Kita-Erzieherinnen berichten immer wieder von Kindern, die abseits stehen und Schwierigkeiten in der Gruppe haben. Den Pädagogen fällt auf, dass diese Kinder zum Beispiel verzögert oder gar nicht auf Ansprache reagieren, sie plötzlich wie im Affekt weglaufen, schlecht oder gar keinen Kontakt zu anderen Kindern finden.
Oft verfestigt sich in der Folge eine Situation, die alle Seiten verunsichert: Das Kind zeigt Verhaltensweisen, die für die Umwelt inakzeptabel erscheinen, das Umfeld reagiert auf dieses teilweise mit Unverständnis aber auch dem Bestreben eine Änderung herbeizuführen. Die Eltern erleben Gespräche häufig als  Druck, was wiederum die Kinder verunsichert.
Steffi Schieweck: „Wir wollen helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen! Durch Gespräche mit den betroffenen Familien in der Frühförder- und Beratungsstelle und durch die Beobachtung des Kindes in unterschiedlichen Situationen gelingt es in der Regel, dessen Reaktionen zu interpretieren. Oft finden wir gemeinsam Ansätze, die es dem Kind leichter machen in seiner Umwelt zurechtzukommen.”
So kann ein Kind, das nicht gut über den Hörsinn ansprechbar ist, auch schlecht ausschließlich sprachlich gelenkt werden. In diesem Fall kann die Kommunikation von Gesten begleitet werden. Außerdem ist es sinnvoll, sich zu vergewissern, dass man verstanden wurde. Nicht immer jedoch gelingen einfache Lösungen.
Fortbildung und Austausch darüber, den „richtigen” Weg für das Kind zu finden, soll auch die Veranstaltung der Frühförderstelle FiB‘s am 18. September von 13 bis 18 Uhr im Kinderzentrum Mecklenburg geben.
Besonders Kita-Erzieherinnen werden dann im Referenten, dem Therapeuten Friedrich Huchting aus Eutin, einen Gesprächspartner mit langer Berufserfahrung finden.

Frühförder- und Beratungsstelle „fib‘s”
Wismarsche Straße 390
19055 Schwerin
Telefon: 0385 55 15 935
(Frühförderbüro)
Telefax: 0385 55 15 964
Zweigstelle:
Dreescher Markt 2,
19061 Schwerin
willkommen@fibs-sn.de
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