14.07.2026

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Schule und Praxis eng verzahnt

Ypsomed stellt moderne Spritzgussmaschine für Regionales Berufliches Bildungszentrum zur Verfügung
Die Inbetriebnahme steht für eine gelungene Kooperation zwischen Bildungseinrichtung, Unternehmen, Politik und Wirtschaft.
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„Jetzt haben wir es geschafft!“ Ralph Fasler, Geschäftsführer der Ypsomed Produktion GmbH, freute sich mit Peter Todt, Geschäftsbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung bei der IHK zu Schwerin, über den Neuzugang am Reginalen Beruflichen Bildungszentrum (RBB) Technik. Dort steht seit wenigen Tagen eine hochmoderne ENGEL-Spritzgussmaschine, die Berufsschülern eine bestmögliche Vorbereitung auf die Arbeitswelt ermöglicht. „Der Spritzguss spielt in der Fertigung bei Ypsomed eine zentrale Rolle. Dafür benötigen wir top ausgebildete Leute“, sagte Fasler bei der Inbetriebnahme der Anlage. 
Das Unternehmen als führender Entwickler und Hersteller von Injektionssystemen hat in den zurückliegenden Jahren seinen Standort in Schwerin immer weiter ausgebaut. Daraus ergibt sich ein hoher Fachkräftebedarf. Um diesen über die duale Berufsausbildung zu decken, hat sich die IHK dafür eingesetzt, die Ausbildungsbedingungen attraktiver zu machen und die Berufsschule nach Schwerin zurückzuholen. Zuvor mussten Azubis für die theoretische Ausbildung nach Neustrelitz fahren - bei einem Ausbildungsplatz in Westmecklenburg nicht einfach.

Seit dem Schuljahr 2024/2025 ist die Berufsschule für angehende Kunststoff- und Kautschuktechnologen wieder in der Landeshauptstadt. Wenn im September die neuen Berufsschüler ans RBB Technik kommen, werden sie dank der hochmodernen Spritzgussmaschine die industrielle Kunststoffverarbeitung unter realitätsnahen Bedingungen lernen können – von der Einrichtung und Parametrierung der Anlage über die Werkstoffkunde und Werkzeugtechnik bis hin zur Qualitätssicherung und nachhaltigen Prozessführung. Damit trägt Ypsomed zu den hervorragenden Ausbildungsbedingungen bei und knüpft eine enge Verbindung zwischen Bildung, Technologie und industrieller Praxis. Diese Zusammenarbeit lobte Bildungsministerin Simone Oldenburg bei der Inbetriebnahme der Maschine. Schulleiterin Petra Voß sieht in der Anlage einen „großartigen Mehrwert“, da neben den angehenden Kunststofftechnologen auch Azubis aus anderen Berufen mit der Maschine arbeiten können. Auch Lehrer Karsten Basener ist von den neuen Möglichkeiten begeistert – genauso wie von dem Beruf: „Der ist absolut krisensicher und hochspannend für jeden mit technischem Interesse.“ Aktuell sind es zehn junge Leute, die im kommenden Schuljahr in ihr erstes Ausbildungsjahr als Kunststofftechnologen starten – und es dürfen gern noch mehr werden.

"Mit der Spritzgussmaschine möchten wir jungen Menschen einen realistischen Einblick in moderne Produktionsprozesse ermöglichen und einen Beitrag zur Ausbildung zukünftiger Fachkräfte in der Region leisten."
Ralph Fasler, Head of Manufacturing, Ypsomed 

"Technologen für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten mit modernsten Anlagen. Über den Techniker bis hin zum Meister und Betriebswirt bietet der Beruf gute Aufstiegsmöglichkeiten."
Karsten Basener, Lehrer am RBB Schwerin


"Es wird deutlich, dass die IHK-Ausbildungsunternehmen Verantwortung übernehmen und sich im Interesse der Dualen Ausbildung engagiert einbringen."
Matthias Belke, Präsident der IHK zu Schwerin


"Die neue Spritzgussmaschine ist weit mehr als eine moderne technische Anlage. Sie steht für das Vertrauen eines Unternehmens in den Bildungsstandort Mecklenburg-Vorpommern."
Simone Oldenburg, Bildungsministerin MV


www.derausbildungsatlas.de