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Piepmätze sind willkommen

Pingelshagen wurde für seine Schwalbenfreundlichkeit ausgezeichnet
Pingelshagens amtierender Bürgermeister Reimond Weding (li.) und Ulf Bähker vom NABU suchten ein passendes Plätzchen für die PlaketteFoto: Hultzsch
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Einem Ornithologen engeht nichts, und so mussten sich die Naturschützer des NABU Mecklenburg-Vorpommern schon kurz nach der Premiere ihrer Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ im Jahr 2007 belehren lassen: Die abgebildete Mehlschwalbe befindet sich im Anflug auf ein Rauchschwalbennest! Davon erschüttern ließ man sich nicht – das kleine Schild galt fortan erst recht als Reminiszenz an Schwalben jeder Art. Seit dem 26. August schmückt es auch das Feuerwehr- und Gemeindehaus der Pingelshägener. NABU-Mitarbeiter Ulf Bähker überreichte die Plakette an den amtierenden Bürgermeister Reimond Weding. Die Würdigung hatte sich die Gemeinde mit ihrem Jahre und Jahrzehnte währenden Einsatz für den Schutz der Schwalben verdient. Am Gemeindehaus finden sich aktuell 112 Nester der geschützten Mehlschwalbe, die liebevoll geduldet werden. Der Verunreinigung von Mensch und Gehweg wird hier schlicht mit Kotbrettern vorgebeugt, die etwa 30 bis 50 cm unter den Nestern angebracht sind. Ein leuchtendes Beispiel an Vogelfreundlichkeit, das, ginge es nach den Naturschützern und der Gemeinde, im ganzen Land Schule machen sollte. Seit Beginn der Aktion wurden bereits 700 Plaketten an touristische Einrichtungen und Privathäuser verliehen. Um die Auszeichnung kann man
sich beim NABU bewerben.