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Kosten raus nach zehn Jahren

Bungalow-Verein realisierte gemeinschaftlich Anschluss an die zentrale Abwasserentsorgung
Abwasser marsch: Vor der Entlastung wurden an allen Ecken der Bungalow-Siedlung erst einmal Gräben und Schächte gebuddelt. Fotos: privat
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Der Bungalow-Verein „Siedlung auf dem Winkel Krebförden e. V.“
ist ein wahres Urgestein unter den Schweriner Erholungssiedlungen – und seit August eine der modernsten weit und breit. Einer neuen Vorschrift im Wasserhaushalts- und Landeswassergesetz MV folgend, die ab 2013 „abwasserfreie Erholungssiedlungen und Gärten“ vorschreibt und damit die bislang üblichen Sickerklärgruben verbietet, haben die Vereinsmitglieder als erste in der Stadt ihre Parzellen an das zentrale Abwassernetz anschließen lassen. „Unsere 137 Mitglieder haben sehr viel Geld in die Hand genommen, 500.000 Euro“, berichtet der Abwasserbeauftragte des Vorstandes, Manfred Marquardt, und ist stolz auf diese starke Gemeinschaft. Als Vorteil erwies sich, dass die Bungalow-Siedlung in der Nähe eines Anschlusspunktes der SAE angesiedelt ist. So war der Vertrag mit dem Entsorgerbetrieb SAE und der WAG kurzfristig möglich. Bei der Umsetzung ihres Vorhabens konnten sich die Vereinsmitglieder auf erfahrene Baufirmen verlassen: Die Männer von der  Seemann Tiefbau GmbH und der Pumpen+Pneumatik Service Danielis GmbH setzten das Kapital der Vereinsmitglieder buchstäblich „in die Erde“. 1600 Meter Kanalrohr wurden unter anderem verlegt, 350 Meter Druckrohr-leitung, 53 Kanalschächte und 80 Hausanschlussschächte im Boden versenkt. Drei Pumpstationen sorgen nun dafür, dass etwa 4000 Kubikmeter Abwasser ungehindert ihren Weg in die Kanalisation finden. Die Krebsfördener sind stolz auf ihr Projekt. „In zehn Jahren haben wir die Kosten wieder raus“, hat Manfred Marquardt errechnet. Der langfristige Vorteil manifes-tiert sich bereits in den laufenden Abwasserkosten: „Am Winkel 1a“ zahlt man jetzt nur gut ein Sechs-tel der Beträge, die für den regelmäßigen Abtransport der Abwässer angefallen wären.