Wirtschaft

Fairer Handel im Mittelpunkt

Aktionstag am 8. Mai in Schwerin – „Weltladen“ mit Hashtag #GönnDirWandel dabei
Annika Rhinow, ehrenamtliche Mitarbeiterin des „Weltladens“, am Regal mit Kaffee aus fairem Handel
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Die deutschen „Weltläden“ beteiligen sich mit dem „Weltladentag“ am Internationalen Tag des fairen Handels (World Fair Trade Day) am 8. Mai. „Die Welt braucht einen Tapetenwechsel. Gestalte ihn mit!“, lautet ihr diesjähriges Motto. Die Mitarbeiter des Schweri­ner „Weltladens“ werden dazu an mehreren Stellen der Innenstadt bunte Kärtchen aufhängen. Sie sollen auf unterschiedliche Weise unter dem Hashtag #GönnDirWandel zum Umdenken und Handeln anregen. Auch Gutscheine für Schokoriegel und heißen Kaffee aus dem „Weltladen“ werden zwischen die Kärtchen gemischt.

Bundesweit nutzen „Weltläden“ den World Fair Trade Day, um auf ihre Intentionen aufmerksam zu machen und die Menschen für ihre Anliegen zu gewinnen. Katharina Rupnow engagiert sich ehrenamtlich für den „Weltladen“ in Schwerin. Sie sagt: „Wir möchten mit Menschen darüber ins Gespräch kommen, welchen grundlegenden Wandel es braucht, damit wir uns zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft entwickeln können.“ So wie jetzt gehe es nicht weiter. Es brauche eine „sozial-ökologische Transformation“.

Annika Rhinow, ebenfalls ehrenamtliche Mitarbeiterin des „Weltladens“, fügt hinzu: „Der faire Handel kann als Vorbild dafür dienen, wie globale Handelsbeziehungen und Lieferketten menschlicher und transparenter gestaltet werden können.“ Die Verbraucher sollen wissen, wo Kaffee, Kakao und Südfrüchte herkommen und auf welche Weise sie angebaut und geerntet werden. Die Produzenten, die Arbeiter auf den Fel­dern und den Farmen in Afrika, Asien und Lateinamerika, brauchen existenzsichernde Löhne.

Zur Basis des fairen Handels gehören unter anderem auch der Verzicht auf Kinderarbeit, die Stärkung von Frauenrechten und die Förderung umweltfreundlicher Anbaumethoden.
Träger des Schweriner „Weltladens“ ist die „Aktionsgruppe Eine Welt Schwerin“; der Verein wurde 1991 gegründet. Der „Weltladen“ befand sich zunächst in der Goethestraße, war dann in der Lübecker Straße ansässig und wird seit 2003 an seinem jetzigen Standort in der Puschkinstraße 18 betrieben. Im Sommer wurde das Geschäft renoviert und umgebaut.

Das Rückgrat des „Weltladens“ bilden 15 ehrenamtlich Aktive. Sie werden von dem hauptamtlichen Bildungsreferenten Ralf Göttlicher und einem FÖJler unterstützt. „Weltläden“ verstehen sich als Fachgeschäfte des fairen Handels. Daher zählen sie zu den Hauptakteuren des Internationalen Tages des fairen Handels, der immer am zweiten Sonnabend im Mai stattfindet. Wer aktuell über den Schweriner Weltladen und die am 8. Mai geplanten Aktionen informiert sein möchte, schaut sich am besten auf der Website, auf Facebook und auf Instagram um.

Zehn Grundsätze des fairen Handels

✔ Chancen für benachtei­lig­te Produzenten
✔ Transparenz und Rechenschaftspflicht
✔ faire Handelspraktiken
✔ faire Bezahlung
✔ keine ausbeuterische Kinderarbeit, keine Zwangsarbeit
✔ Versammlungsfreiheit, Geschlechtergerechtigkeit, keine Diskriminierung
✔ gute Arbeitsbedingungen
✔ Aus- und Weiterbildung
✔ Förderung des fairen Handels
✔ Schutz der Umwelt

Dazu verpflichten sich die Mitglieder der World Fair Trade Organization (WFTO).