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Bunte Tupfer vertreiben das Grau

Hanne Luhdo, Foto: privat
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Liebe Schwerinerinnen, liebe Schweriner,

von Viren befreit sind Nasen und Rachen – will ich für mich und viele Virenopfer der zurückliegenden Wochen hoffen. Doch es blieb ja kaum Zeit, über Grippewellen und Wetterkapriolen nachzudenken. Da spazierten Anfang März der Bernd Riexinger (Parteichef Die Linke), und Bundeskanzlerkandidat Peer Steinbrück durch den Stadtteil Neu Zippendorf. Mit ihnen kamen eher Wahlkampf- als Frühlingsgefühle auf. Aber wir freuen uns natürlich über jedes Interesse der Politprominenz für die „Soziale Stadt“.
In der gibt es übrigens nicht nur alte und viele neu gestaltete Plattenbauten, sondern genauso unzählige Frühlingsboten. Die einen wachsen dort seit vielen Jahren ganz von allein, zum Beispiel die Tausenden Anemonen, die sich hinter der Katholischen Kirche im Mueßer Holz zu einem weiß-grünen Waldteppich vereinen. Bei anderen haben fleißige Hände nachgeholfen, und so erblühen Krokusse, Osterglocken und Tulpen zu Vereinsnamen oder Logos – zu sehen etwa in der Nähe des „Eiskristalls“, des Nachbarschaftstreffs Tallinner Straße oder rund um die Petruskirche. Im nächsten Jahr vielleicht auch zwischen Hegel- und Kantstraße, da, wo unser Verein einen „Platten-Park“ plant – mit Platten-Labyrinth, Ökopyramide, Graffiti-Stern und ganz viel Grün.

Bunte Tupfer zwischen grauen Platten. Und falls der Schnee uns in diesem Frühling einen Strich durch die Rechnung machen will, werden wir den Winter spätestens am 30. März vertreiben – mit einem großen Osterfeuer an der Cottbuser Straße. Ein Beweis mehr dafür, dass die Platte lebt!

Ihre
Hanne Luhdo
Die Platte lebt e. V.