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Vor allem aber bin ich Unternehmer

Interview mit Hans Thon in der Reihe "Köpfe aus Schwerin"
Foto: IHK/info@paperhereos.de
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Sehr geehrter Herr Thon, im Februar legen Sie Ihr Mandat als Präsident der IHK zu Schwerin nieder. Haben Sie den Abschied nach zehn Jahren schon länger geplant, oder haben Sie Ihren Entschluss kurzfristig gefasst?
2014 wurde ich zum wiederholten Mal für diese anspruchsvolle Aufgabe gewählt. Natürlich habe ich mir diesen Schritt damals reichlich überlegt. Alles hat jedoch seine Zeit und Leben bedeutet auch immer Veränderung. Ich habe mich aus vielerlei persönlichen Gründen dazu entschieden, dieses wichtige Amt nun in andere Hände zu geben.

Was wollen Sie in den verbleibenden Wochen als IHK-Präsident unbedingt noch erledigen?
Für die IHK gilt immer, im Interesse der Entwicklung der gesamten Wirtschaft Westmecklenburgs zu agieren. So sind Projekte positiv zu begleiten, die von großer Bedeutung sind. Ich denke da an den Weiterbau der A?14, der A?20, den Ausbau des Seehafens Wismar, des Gleisbogens bei Bad Kleinen oder auch der Fehmarnbeltquerung. Wir müssen innerhalb der Metro­polregion Hamburg unseren Pflichten nachkommen und dabei auch unsere Chancen wahrnehmen. Die Weiterentwicklung Westmecklenburgs als Hoch- und Fachschulstandort ist ebenfalls ein zentrales Anliegen.

Werden Sie der IHK noch beratend zur Seite stehen, vielleicht Ihren Nachfolger ein wenig unterstützen? Oder ziehen Sie sich komplett zurück?
Aus der Mitte der IHK-Vollversammlung, der ich weiter angehören werde, wird im Februar ein neuer IHK-Präsident gewählt werden. Ich werde meinem Nachfolger gerne weiter zur Seite stehen, wenn es den Wünschen entspricht. Als Mitglied der Vollversammlung und als Unternehmer hat man nur selten das Privileg, sich nicht zu engagieren. Es heißt ja nicht umsonst „selbst und ständig“!

Was waren Ihre schönsten Momente als IHK-Präsident?
Wiederholt als IHK-Präsident gewählt zu werden und damit die Bestätigung zu erhalten, doch einiges richtig entschieden und begleitet zu haben, ist so ein schöner Moment. Darüber hinaus sind für mich vor allem solche Veranstaltungen positive Erlebnisse, in denen ich jungen Menschen die IHK-Zeugnisse überreichen durfte. Der Start in einen neuen Lebensabschnitt ist sicher für alle ein wichtiger Schritt. Die IHK hat hier eine wichtige Funktion! Viele Begegnungen mit interessanten Menschen haben mich bereichert und gehören ebenso zu den schönen Momenten.

Wie füllen Sie die nun freiwerdende Zeit aus?

Eigentlich werden sich nur die Prioritäten etwas verschieben. Seit jeher engagiere ich mich in vielen Projekten, die gesellschaftliche, soziale und karitative Zwecke unterstützen. Am 29. Januar 2019 werde ich zum Beispiel einen Satz calliope Minirechner an die Niels-Stensen-Schule in Schwerin übergeben, um so das kreative Lernen der kommenden Generation zu fördern. Vor allem aber bin ich Unternehmer und werde auch mein Mandat in der IHK-Vollversammlung weiter ausfüllen. Interview: S. Krieg