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Viele Inspirationen in London geholt

Interview mit Lydia Lörke, "Miss Törtchen"
Lydia Lörke, 27 Jahre alt, wohnt in Schwerin, Junior-Chefin von „Miss Törtchen“. Foto: SN live
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Lydia, macht „Öffnet externen Link in neuem FensterMiss Törtchen“ mit den vielen Leckereien Schwerin süßer?

Klar! Und das nicht nur durch unser Angebot, sondern auch die ganze Gestaltung unseres Geschäfts. Bei Süßigkeiten – oder wie der Amerikaner sagt: Candy – denke ich auch an das Rosa-Weiß, das sich bei uns als Gestaltungselement überall findet. Unsere Gäste können sich ein bisschen fühlen wie bei Omas Kaffeekränzchen, wo ebenfalls gern Süßes ge­reicht wird.

Ihr seid vor allem bekannt für eure Cupcakes – eine typisch amerikanische Kuchenspezialität. Bringt ihr also auch ein bisschen Amerika-Flair in unsere Stadt?

Ja, wenn man so will. Die vielen anderen Cafés bieten ja hauptsächlich typisch deutsche Spezialitäten an, wie Frankfurter Kranz und Schwarzwälder Kirschtorte. Und bei uns sind dann eben solche Leckereien wie Carrot cake und Irish beer cake zu haben – neben Klassikern wie Cookies, Brownies, Donuts und natürlich den Cupcakes.

Wie bist du auf die Idee zu „Miss Törtchen“ gekommen?

Ich habe schon länger eine gewisse Affinität zu amerikanischen Leckereien. Ich habe mich gefragt: Wie stellen die da drüben ihre Torten her, und kann ich das auch?  Schließlich habe ich mir entsprechende Videos auf Youtube dazu angesehen, mir englischsprachige Backbücher geschnappt und mich dann selbst in die Küche gestellt, gebacken und dekoriert. Als ich immer besser darin wurde, ermunterten mich Freunde, mein Hobby zum Geschäft zu machen. Ich habe es mich nicht allein getraut, deshalb habe ich meine Mutter überzeugt, mit mir zusammen „Miss Törtchen“ zu gründen.

Hast du darüber hinaus ein Faible für amerikanische Kultur?

Nicht grundsätzlich. Wir wollen aber ein bisschen von deren Leichtigkeit mit reinbringen, duzen zum Beispiel die meisten unserer Kunden. Und wir lassen im Geschäft immer typisch US-amerikanischen Rock ‘n‘ Roll, Rockabilly und Pop der fünfziger Jahre laufen.

Warst du denn schon mal in den USA?


Nein, direkt vor Ort habe ich mir die meisten Inspirationen in London geholt, wo diese amerikanische Cupcake-Kultur auch sehr verbreitet ist. In London heißen die kleinen süßen Küchlein übrigens Fairy cake. Die Cafés sind dort ähnlich gestaltet wie in den USA, jedoch nicht ganz so flippig, einen Tick zurückhaltender – so wie unseres.

Jetzt mal ehrlich – tagtäglich diese süßen Sachen um dich herum, da bekommst du doch ordentlich Appetit auf eher Herzhaftes.

Ich gebe zu, bei all den süßen Düften dauernd habe ich oft Lust auf etwas Deftiges – was es bei uns übrigens auch gibt, Bagels nämlich. Aber ich mag Süßes nach wie vor gern, sonst könnte ich das Geschäft nicht ehrlichen Herzens betreiben.

Interview: S. Krieg