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Unser Center ist offen für alle

Interview mit Henner Schacht in der Reihe "Köpfe aus Schwerin"
Henner Schacht, 55 Jahre alt, Centermanager Marienplatz-Galerie in Schwerin, wohnt in Wismar Foto: S. Krieg
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Sehr geehrter Herr Schacht, seit November 2015 sind Sie Centermanager der Marienplatz-Galerie. Was haben Sie dort seitdem anders gemacht als Ihre Vorgänger?
Das kann ich gar nicht sagen, dazu kenne ich meine Vorgänger zu wenig. Aber mein erstes Ziel war, das Haus und die Mieter schnell kennen zu lernen. Sie werden es nicht glauben: Es gibt heute noch Dinge im Center, die ich bisher nicht kannte (lacht). Das ist eben alles „learning by doing“ hier. Außerdem wollten wir den fünften Center-Geburtstag ordentlich feiern, was wir ja letztes Jahr im Mai auch getan haben.

Wie sehen Sie die Situation des stationären Einzelhandels in Schwerin, aber auch generell? Wie sehr spüren die Geschäfte die Konkurrenz durch den Online-Handel?
Man darf diese Konkurrenz nicht negieren. Die Vorteile des stationären Handels liegen im direkten Kontakt zum Kunden. Hieraus lässt sich über zusätzlichen Service ein Mehrwert generieren, was vielen Händlern noch nicht ausreichend bewusst ist. Kunden kaufen in der Regel mit allen Sinnen – man kann die Ware anschauen, anfassen, sogar riechen und schmecken. Das alles verstehen viele Händler leider noch nicht. Deshalb sollten Händler mehr in diese Richtung geschult werden. Nachteile des Online-Handel müssen als Vorteil für den stationären Handel genutzt werden, sonst haben wir bald nicht nur eine Uniformität der Städte, sondern überhaupt keine Geschäfte.

Sie waren zuletzt in Itzehoe tätig und sind gern in Ihre alte Heimat zurückgekehrt.
Ja, das stimmt. Für mich ist es toll, wieder in meiner Heimatstadt Wismar und bei meiner Familie angekommen zu sein. Ich vermisse das wöchentliche Pendeln nicht. Ich habe mich aber auch gefreut, dass sich Schwerin so positiv entwickelt hat, gerade im Zuge der BUGA. Dies hatte ich aus der Ferne nicht wirklich wahrgenommen.

Aber was, meinen Sie, muss in Schwerin noch besser werden?
Das lässt sich gar nicht so leicht kurz beantworten. Es gibt Probleme hier, die oft allerdings wesentlich dramatischer dargestellt werden, als sie sind – und für die Schwerin gar nichts kann, weil sie an anderer Stelle verursacht werden. Ich will‘s mal so formulieren: Ich sehe unser Center offen für alle – egal, woher unsere Besucher  kommen, wie sie aussehen, sprechen und denken. Solange sie sich an die Hausordnung halten, sind sie willkommen. Analog dieses Grundprinzips sollten die Stadt und ihre Bürger ebenfalls handeln. Dazu gehört es auch, den Umgang miteinander zu lernen. Interview: S. Krieg