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Tschüss Giraffe!

Wegen Bauarbeiten werden Lifty und Tajo in anderen Zoos untergebracht
Die Zunge einer Rothschild-Giraffe ist bis zu 50 Zentimeter lang. Die Tiere gehören zu den Publikumslieblingen.
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Streifen kommen, Flecken gehen: Wenn im Zoo gebaut wird, hat das auch Auswirkungen auf die Tiere. Aktuell hat gerade Tiger Sergan aus Köln in der Landeshauptstadt eine vorübergehende Bleibe gefunden. Während in Köln die Raubtieranlage umgestaltet wird, gibt er in Schwerin ein Gastspiel.

Eine ähnliche logistische Unterstützung braucht bald auch der Schweriner Zoo: Im August sollen die vorbereitenden Maßnahmen für den Neubau der Löwenanlage beginnen. In diesem Zusammenhang werden Bereiche der angrenzenden Giraffenaußengeheges für die Baumaßnahme genutzt und im Anschluss neu gestaltet. Während der Bauphase fällt so der größte Teil des Auslaufs der Rothschild-Giraffen weg – Giraffe Lifty und ihr Sohn Tajo brauchen also eine neue Bleibe. Die werden sie in Nürnberg und den Niederlanden finden und dort auch nach Abschluss der Bauarbeiten bleiben.

Zoodirektor Tim Schikora sagt: „Wir hätten die beiden Giraffen vorübergehend auch auf kleinerer Fläche halten können, aber auf diese Weise ist die Situation für die Tiere als auch für den Bauablauf entspannter.“
Trotzdem werden „Flecken“ im Schweriner Zoo künftig nicht fehlen, denn nach Abschluss der Bauarbeiten soll auf der Giraffenanlage eine neue Gruppe ein Zuhause finden – zusammen mit afrikanischen Straußen und einer neuen Antilopenart.

Tiger Sergan allerdings wird nicht in Schwerin bleiben. Er zieht nach Abschluss der Bauarbeiten in Köln wieder an den Rhein. Bis dahin werden die Besucher an ihm noch viel Freude haben. Sergan liebt vor allem die große Schauscheibe des Geheges im Schweriner Zoo. Hier lauert er auf nichtsahnende Besucher, die sich der Scheibe nähern, um sie durch plötzliches Auftauchen zu erschrecken.