Stadt

Stadt nimmt Kurs aufs Welterbe

Von der Idee bis zum Platz auf der Tentativliste: Die Bewerbung läuft
Das Stadtmodell macht das Ziel an prominenter Stelle sichtbar: Das Residenz-Ensemble soll Welterbe werden.
like-imagelike-image
share email
dislike-imagedislike-image

Es ist eine stolze Menge von Projekten, die in einem Vierteljahrhundert ehrenamtlichen Engagements zusammengekommen ist. Seit 25 Jahren arbeiten die Mitglieder des Vereins PRO Schwerin daran, die Landeshauptstadt immer noch ein bisschen besser und ein bisschen schöner zu machen. Das Spektrum der selbst gestellten Aufgaben reicht von der Begleitung der Welterbe-Bewerbung über das Engagement für den Hochschulstandort bis zum Anpacken am Klimawald. In loser Folge sollen in den kommenden Monaten Projekte aus 25 Jahren und natürlich auch gegenwärtige Vorhaben vorgestellt werden.

Schwerin ist schön. Und nicht nur das: Die kulturhistorische Bedeutung des Residenzensembles erhält mit der Bewerbung um einen Platz auf der Liste des ­UNESCO-Weltkulturerbes eine weitreichende Anerkennung. Der Anschub für die Welterbe-Bewerbung ist auch den PRO Schwerinern zu verdanken, die dieses Projekt in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten mit großem Enthusiasmus und viel Engagement begleitet haben. Alles begann im Jahr 2000 mit einer Veranstaltung im Schleswig-Holstein-Haus, zu dem Vereinsmitglieder von PRO Schwerin den Mitbegründer der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Prof. Gottfried Kiesow, eingeladen hatten. In seinem Vortrag bestätigte der Fachmann den Schwerinern, was diese längst geahnt hatten: Das Schloss ist von herausragender kulturhistorischer Bedeutung, die Chance auf einen Platz im Weltkulturerbe keine Utopie.

Und diese Chance soll genutzt werden. Das Engagement hat in den zurückliegenden Jahren sichtbar Früchte getragen: Seit 2014 steht das Schweriner Residenzensemble auf der deutschen Tentativliste, der Welterbe-Titel wäre für die Stadt ein gewaltiger Imagegewinn und von großer touristischer Bedeutung.

Hinter dieser Entwicklung steckt viel Hartnäckigkeit von Seiten des Vereins: Die PRO Schweriner sorgten in den zurückliegenden Jahren immer dafür, dass das Thema Weltkulturerbe auf der Tagesordnung blieb – sei es mit einem Malwettbewerb für Kinder oder einer Aktion, bei der Firmen mit den schönsten dieser Kinderzeichnungen auf Baustellenbannern warben. 2015 hat ein Welterbeförderverein die Arbeit aufgenommen, dessen Gründung maßgeblich von PRO Schwerin initiiert wurde.

Im Jahr 2024 soll über die Schweriner Bewerbung entschieden werden.

Ins rechte Licht gesetzt: PRO Schwerin sammelt 13 000 Euro für Beleuchtung des Wahrzeichens

Wird das Schweriner Schloss im Dunkeln mit passender Beleuchtung effektvoll in Szene gesetzt, dann freut das die Mitglieder des Vereins PRO Schwerin ganz besonders. Denn sie haben einen wichtigen Beitrag geleistet, den Lichtschalter umzulegen: Insgesamt 13 000 Euro sammelten die PRO Schweriner für die Licht­inszenierung in der Dachlandschaft des Burgseeflügels.

Neben dem Verein selbst, der 4000 Euro beisteuerte, kamen weitere 4000 Euro von der Sparkassenstiftung, 2000 Euro von den Schweriner Stadtwerken, 1000 Euro von der IHK und weitere 1000 Euro von Herzogin Donata zu Mecklenburg von Solodkoff. Mit dem Geld konnte das Projekt deutlich beschleunigt werden – die Summe machte die benötigten 47 000 Euro komplett. Der Spendentopf war zuvor bereits von Schweriner Einwohnern gut gefüllt worden.

Nun sorgt neueste LED-Technik dafür, Schwerins touristisches Highlight in Szene zu setzen und auch mit Blick auf die Bewerbung ums UNESCO-Weltkulturerbe den historischen Schatz effektvoll zu präsentieren.

Gutes Netzwerk: PRO Schwerin pflegt Vereinszusammenarbeit

Gemeinsamkeit ist Trumpf: Die PRO Schweriner arbeiten gut mit den Mitgliedern anderer Schweriner Vereine zusammen. Mehr noch: So mancher Verein wurde nach einem erfolgreichen Anschub eines Projekts bei PRO Schwerin neu ausgegründet.

Ein Beispiel dafür ist der Förderverein fürs Welt­erbe – die Idee einer Bewerbung kam erstmals im Jahr 2000 durch PRO Schwerin in die Öffentlichkeit – und ist seitdem immer weiter und von vielen Seiten mit Leben gefüllt worden. Auch der Schweriner Kultur- und Gartensommer e.V. und der BUGA-Förderverein wurden maßgeblich von PRO Schwerinern gegründet, um diesen Anliegen mehr Raum zu geben, als sie innerhalb des großen „PRO Schwerin“-Themen­spektrums einnehmen können.

Und  natürlich pflegen die PRO Schweriner mit diesen Vereinen eine gute Zusammenarbeit. Gleiches gilt auch für den Stadtgeschichts- und Museumsverein der Landeshauptstadt, den Verein der Förderer von Hochschulen in Schwerin und die Freunde des Mecklenburgischen Staatstheaters. Die gute Zusammenarbeit kommt auch in erfolgreichen Veranstaltungen zum Ausdruck, unter denen die BUGA 2009 sicher ein besonderer Höhepunkt war.

Interessiertan einer Mitgliedschaft?

Die Freude, Schwerin schöner zu machen, teilen die PRO Schweriner gern. Neue Mitglieder sind herzlich willkommen. Nähere Informationen zu einer Mitgliedschaft gibt es auf der PRO-Schwerin-Website und unter Telefon 0385/55585880.