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"Schwerin bietet auf engstem Raum eine große Vielfalt"

Interview mit Armin Tebben, Direktor des Landtags MV
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Sie sind Direktor unseres Landtages. Was genau machen Sie in dieser Funktion?
Als Direktor leite ich die Landtagsverwaltung, deren rund 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Dienstleister für das Parlament alle Abläufe organisieren. Das gilt insbesondere für die Plenar- und Ausschusssitzungen, das Bereitstellen von Räumen für die Fraktionen, die technische Betreuung, Politikberatung und auch die Öffentlichkeitsarbeit. In Schwerin kommt die Besonderheit hinzu, dass wir für das Schloss Schwerin zuständig sind. Hier reichen die Aufgaben von der Verwaltung des Gebäudes über das Steuern und Überwachen des Baugeschehens bis hin zur Begleitung des UNESCO-Welterbeantrages.
 
Sie haben somit tagtäglich mit Politikern zu tun. Wären Sie manchmal lieber selbst Politiker?
Nein. Ich beschränke mich auf die Aufgabe, sie zu beraten. Übernehmen Menschen ein Mandat oder gar ein politisches Amt, stehen sie in einem Maß in der Öffentlichkeit, das mir persönlich zu weit gehen würde. Politikerinnen und Politiker stehen aus meiner Sicht auch deshalb zu Unrecht in dem Ruf, privilegiert zu sein.
 
Das Schloss-Ensemble könnte in absehbarer Zeit zum Weltkulturerbe werden. Falls es klappt, was genau bedeutete dies für den Landtag und damit für Sie persönlich?
Zunächst ist der Weg das Ziel. Aus meiner Sicht ist es schon ein riesiger Erfolg, dass wir gleichberechtigt mit dem bayerischen Schloss Neuschwanstein ins Rennen gehen. Bezogen auf dessen Ausgang bin ich optimistisch. Der Welterbe-Status würde sicher dazu beitragen, dass noch mehr Menschen das Schloss besuchen und den Tourismus in Schwerin wie Mecklenburg-Vorpommern beleben.
 
Derzeit wird der Plenarsaal neu gebaut. Die Arbeiten dauern schon eine ganze Weile. Würden Sie manchmal gern selbst mit anpacken, damit es schneller geht?
Ja, aber die Erfahrung lehrt, dass es besser ist, wenn die Spezialisten ihren Job machen. Außerdem ist es nicht nötig, da wir im Zeitplan liegen. Wir halten zu den Arbeiten übrigens interessante Informationen auf der Internetseite Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.landtag-mv.de bereit.
 
Seit 1994 leben und arbeiten Sie bereits in Schwerin. Was macht die Stadt aus Ihrer Sicht so lebenswert?
Der Platz reicht nicht aus, um dies zu beschreiben. Schwerin bietet auf engstem Raum eine Vielfalt von Dingen, die das Leben für Familien lebenswert machen – etwa Natur, Kultur, Sport und die historische Architektur.
 
Weihnachten steht bevor. Wo und wie werden Sie die Feiertage verbringen?
Wie alle Jahre wieder gehen wir an Heiligabend zuerst in den Dom – danach folgt die Bescherung mit der Familie vor dem Tannenbaum. Interview: S. Krieg

(Armin Tebben ist 53 Jahre alt, und wurde geboren in Hagen.)