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Austauschen und Impulse aufnehmen

Köpfe aus Schwerin
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Herr Nolte, Sie sind Wuppertaler und seit über 20 Jahren Schweriner. Was verbindet die beiden Partnerstädte Ihrer Meinung nach am meisten miteinander?
Gemeinsam ist beiden Partnerstädten der hohe Stellenwert von Kunst und Kultur, insbesondere Theater und Musik, das von viel Grün und Architektur des 19. Jahrhunderts bestimmte Stadtbild und je ein Alleinstellungsmerkmal, nämlich hier unser Schloss und dort die weltberühmte Schwebebahn. Bei allen Unterschieden zwischen der westdeutschen Industriestadt  und der mecklenburgischen Haupt- und Residenzstadt sind die Menschen in Wuppertal wie Schwerin mit der Bewältigung eines gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Umstrukturierungsprozesses beschäftigt. Hier lohnt es sich für beide Seiten,  sich auszutauschen und Impulse aufzunehmen.

Gibt es etwas Rheinländisches, was Sie hier „oben“ vermissen?
Wuppertal ist Teil des Bergischen Landes. Die Menschen dort sind ernsthafter und nüchterner als es dem Klischee vom Rheinländer entspricht. Den Karneval vermisse ich von daher nicht, wohl aber die „Kottenwurst“, eine Art Mettwurst. Sie wurde früher von den Arbeitern in den bergischen Schleifkotten, in denen sie Werkzeuge und Messer schmiedeten und mit Wasserkraft schliffen, auf Schwarzbrot mit Zwiebeln und Senf verzehrt. Eine Delikatesse, schmeckt hervorragend zum Bier und wird zu Recht als „Bergischer  Kaviar“ gerühmt!

„Ein Ort zum Durchatmen und Zu-sich-Kommen“

Ehrenamtlich sind Sie außerordentlich eingespannt – was machen Sie, wenn Sie einmal Zeit für andere Dinge haben?
Zeit mit der Familie und Freunden
verbringen, in andere Städte reisen, Musik und Theater genießen, Rad fahren. Beim Lesen
bleibt über Zeitungen hinaus leider zu wenig Zeit für Bücher zu historische, politische oder auch philosophische und religiöse Themen.

Haben Sie in Schwerin einen Lieblingsort und warum ist er das?
„Adebors Näs“, weil ich dort in Stadtnähe mit Blick auf Schloss und Altstadt Stille und ursprüngliche Natur erlebe. Ein Ort zum Durchatmen und Zu-Sich-Kommen!

Wenn Sie Freunden aus der alten Heimat einen Besuch in unserer Stadt empfehlen, wie müssten sie Ihrer Meinung nach einen idealen Tag in Schwerin gestalten?
Zum Auftakt eine Stadtrundfahrt durch alle Stadtteile. In der Altstadt ist der Dom ein Muss, einschließlich des Blicks vom Turm. Nach dem Mittagessen eine Schlossführung vom Keller bis zum Dach. Zum Kaffeetrinken mit der Weißen Flotte auf die Insel Kaninchenwerder oder nach Zippendorf in Gundels Garten und wieder zurück in die Stadt. Abends ins Theater oder im Sommer zu den Schlossfestspielen auf dem Alten Garten. Zum Ausklang auf einen Schoppen Wein in eines unserer historischen Weinhäuser oder auf ein Glas Bier in das urige Altstadt-Brauhaus.