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Falk Schettlers Feine Küche

Diesmal im Blickpunkt: die Currywurst
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Falk Schettler ist Feinschmecker und hat sich seinen Traum vom eigenen Restaurant erfüllt. Er führt die „Strandperle“ in Zippendorf und kocht dort auch selbst. In der Reihe „Falk Schettlers feine Küche“ widmet er sich Themen rund um Essen und Kochen. In dieser Folge geht es um die Currywurst.

Currywurst mochte ich lange Zeit nicht. Das lag wahrscheinlich daran, dass man uns hier im Osten nach der Wende rote Wurst Frankfurter Art als Currywurst kredenzt hat. Die Original-Currywurst ist aber eigentlich eine Bratwurst. Eine echte Currywurst bekommt man zum Beispiel bei „Konopke“ in Berlin und vielfach im Ruhrgebiet.
Und in der „Strandperle“.

Als ich vor Jahren mit meinem Imbisswagen begann, habe ich vor allem Bratwurst verkauft – bis eine Bekannte anregte, statt Senf oder Ketchup eine schöne Currysoße zur Wurst zu reichen. Das kam so gut bei meinen Kunden an, dass ich die Currywurst von da an dauerhaft verkauft habe. Klar, dass ich meinen Bestseller auch in der „Strandperle“ auf der Karte habe.
Aber was macht denn nun eine richtige, eine echte, eine Original-Currywurst aus?, werden Sie jetzt fragen. Es muss wie gesagt eine Bratwurst sein, aber nicht irgendeine, sondern eine nach Hausmacher-Art, also hergestellt aus Backenspeck, Bauchspeck, Zwiebeln und Gewürzen (vor allem Majoran).

Ich beziehe meine Bratwürste von der Landfleischerei Stenzel in Ruest bei Mestlin.
In der Pfanne werden die Würs­te zuerst mit etwas Wasser angekocht, das Wasser verdunstet, und die Wurst brät im eigenen Fett weiter. Damit sie richtig Röstaromen entwickelt, muss sie ein wenig schwarz werden.
Die Currysoße mache ich selbst. Dazu nehme ich zu gleichen Teilen Apfelmus und Tomatenmark und gebe zwei Sorten Essig, Worcestersoße und meinen Gewürzmix (unter anderem Kurkuma, Koriander und Cayenne-Pfeffer) dazu. Dann gebe ich Wasser hinzu – bis die Soße cremig ist. Dazu gibt‘s doppelt frittierte Pommes frites oder meine marinierten Süßkartoffelwürfel. Wer es richtig feurig mag, für den habe ich noch zwei scharfe hausgemachte Soßen.

Unser aktueller „Strandperle“-Currywurst-Knaller ist der „Strandkapitän“: Doppelwurst, scharfe Soße, Süßkartoffel, dazu ein Klecks „extra scharf“, etwas Sour Cream und Royal-Soße – und ein Piccolo „Geldermann Carte Blanche“ für lächerliche 18,90 Euro.

Guten Appetit!
Ihr Falk Schettler