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Eine einzigartige Kulturlandschaft

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Sehr geehrte Frau Dr. Grempler, Sie wohnen ein Stückchen weg von Schwerin, engagieren sich jedoch beim Verein der Freunde des Schweriner Schlosses. Wie kommt‘s?
Ich habe sehr starke Bindungen zu Schwerin und dem Schloss. Unsere Familie hat 22 Jahre in Schwerin gewohnt. Im Schloss habe ich fast 20 Jahre gearbeitet, war unter anderem für die Restaurierung und den Umbau des Schlosses zum Landtagssitz zuständig. So führte mich der Weg ganz logisch in den Verein der Freunde des Schweriner Schlosses.

Hatten Sie beruflich zuvor auch schon im kulturhis­torischen Bereich zu tun?
Nein, aber ich habe durch meine Tätigkeit im Schloss sehr intensiven Kontakt zu Denkmalpflegern, Kunsthistorikern und Architekten gehabt. Dabei habe ich sehr viel gelernt und für mich ein neues Inter­essenfeld entdeckt. Im Schlossverein habe ich auch in dieser Hinsicht eine Heimat gefunden.

Warum gehört aus Ihrer Sicht das Residenzensemble unbedingt ins UNESCO-Weltkulturerbe?
Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen weltweit Stätten von außergewöhnlichem, universellem Wert, die die Geschichte der Menschheit dokumentieren. Ich und viele Engagierte vertreten die Meinung, dass die Kulturlandschaft, die hier in Schwerin im 19. Jahrhundert entstanden ist, einzigartig ist. Dazu gehören neben dem Schloss auch die Gärten, die Kultur- und Regierungsbauten, die Kasernen, aber auch der Franzosenweg und die Insel Kaninchenwerder. In solchem Umfang und Erhaltungszustand wie in Schwerin ist so ein Ensemble nirgends anzutreffen.

Sie haben mit dem Schlossverein schon eine Menge bewirken können, zuletzt haben Sie maßgeblich dazu beigetragen, dass im Thronsaal wieder alle Schabracken hängen. Was sind Ihre nächsten größeren Pläne?
Zurzeit sammeln wir Spenden für die samtenen Seitenschals zur Komplettierung der Fensterdekoration des Thronsaales. Dann wird es wohl mit einem Burggarten-Projekt weitergehen. 

Was gefällt Ihnen an Schwerin außer dem Schloss samt Ensemble, und was mögen Sie weniger?
Schwerin ist für mich eine wunderschöne Stadt, eingebettet in eine traumhafte Seenlandschaft. Ich würde mir wünschen, dass der Bereich rund um das Theater, in dem sich täglich viele Touristen aufhalten, eine Frischekur erhält. Ein durchgängiger Fuß- und Fahrradweg von der Bornhövedstraße bis zum Schloss wäre eine tolle Sache. Als eine Attraktion in Schwerin könnte ich mir einen modernen Skulpturenpark in den Bergen am Lankower See vorstellen.

Interview: S. Krieg