19.06.2026

Kultur

Raum für Natur und Erinnerung

Landesbeauftragte votieren für „Grünes Band“
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Erinnerungskultur und Naturschutz – für beides steht das so genannte „Grüne Band“, die einstige innerdeutsche Grenze. Ziel ist, dieses Symbol von Trennung und Zusammenwachsen als gemischtes Welterbe in die UNESCO-Welt­erbeliste aufzunehmen. 2024 erhielt das „Grüne Band“ einen Platz auf der deutschen Tentativliste, jetzt beschäftigten sich die Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur auf ihrer Konferenz mit dem Thema.

Die ökologische Bedeutung des Grünen Bandes ist untrennbar mit der Geschichte der deutschen Teilung verbunden. Dass sich entlang des ehemaligen Grenzstreifens eines der wichtigsten Biotopverbundsysteme Mitteleuropas entwickeln konnte, ist Ergebnis der his­torischen Abschottung. Natur- und Zeitgeschichte sind hier miteinander verwoben. Genau darin liegt die außergewöhnliche universelle Bedeutung dieser Region – und die Chance, ein gemischtes UNESCO-Welterbe zu etablieren. Bei der Konferenz der Landesbeauftragten gab es ein klares Ja zum Bewerbungsprozess für diesen „Schlüsselort deutscher Erinnerungskultur“: „Als Landesbeauftragte fordern wir die politisch Verantwortlichen in den Ländern auf, den Bewerbungsprozess des ,Grünen Bandes‘ für ein gemischtes UNESCO-Welterbe aktiv zu unterstützen: politisch, finanziell und strukturell. Es braucht ein klares Bekenntnis zu diesem Raum als Ort west- und ostdeutscher Erfahrung, gesamtdeutscher Verantwortung und internationaler Verständigung“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung nach der Konferenz.