Kultur
Klingender Denkmalschutz

„Ihr Eintrittsgeld heute ist ein Geschenk an die Schelfkirche.“ So begrüßte Pastorin Silke Draeger die Gäste eines Benefizkonzerts in dem Gotteshaus. Die Reihe „Grundton D“, unter deren Dach dieser Abend stand, ist eine seit vielen Jahren erprobte Kooperation von Deutschlandfunk und Deutscher Stiftung Denkmalschutz (DSD). Die Reihe gibt es seit nunmehr 35 Jahren. Sie findet immer dort statt, wo Baudenkmale Aufführungsräume von Musik sind – und wo diese Baudenkmale gleichzeitig der Hilfe bedürfen.
In der wunderbaren Akustik der Schelfkirche erlebte das Publikum Wiener Klassik, gespielt von einem virtuosen Trio. Das Konzert wird am 13. September um 21.05 Uhr als „Konzertdokument der Woche“ auch im Deutschlandfunk übertragen – wer den Termin in der Schelfkirche verpasst hat, kann am Radio dabeisein. Zu hören sind Andreas Staier am Hammerklavier, Daniel Sepec an der Violine und Roel Dieltiens am Cello. Sie spielen Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Wolfgang Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven, wobei Zuhörer mit dem Pianisten und Cembalisten Andreas Staier am historischen Hammerklavier einen echten Weltstar erleben.
Die Einnahmen und Spenden des Konzertabends in der Schelfkirche kommen der Sanierung des Dachstuhls zu Gute. „Deshalb steht das D in Grundton D nicht nur für Dur, Deutschlandfunk und Denkmalschutz, sondern vor allem für Danke“, sagte Fabian Christmann, Pressereferent bei der DSD.
Die Schelfkirche braucht jetzt viele Freunde und Unterstützer: Nahezu alle Balken im Traufbereich des Dachstuhls sind durch Schwammbefall geschädigt. Geschätzter Sanierungsaufwand: 3,8 Millionen Euro. Zehn Prozent dieser Summe – rund 380.000 Euro – muss die Kirchgemeinde als Eigenanteil aufbringen. Ende vergangenen Jahres hatte die Schelfkirchengemeinde bereits die Zusage über rund 2,2 Millionen Euro Fördermittel aus einem Städtebauförderprogramm des Bundes bekommen. Außerdem werden die Hermann Reemtsma Stiftung und die Dorit & Alexander Otto Stiftung die Schelfkirche mit 750.000 Euro unterstützen. Und natürlich sind auch kleine Beiträge willkommen, zu einem großten Projekt beizutragen.
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