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Nachhaltige Mobilität

Editorial zur Ausgabe November 2017
Foto: privat
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Liebe Leserinnen und Leser,

die Geschichte der elektrischen Straßenbahn begann in der unmittelbaren Nähe von Berlin. 1881 fuhr in Groß-Lichterfelde (seit 1920 ein Ortsteil von Berlin) die erste elektrische Straßenbahn der Welt. Werner von Siemens sagte damals zu seinen Ingenieuren, wir werden die öffentliche Mobilität in den Städten revolutionieren. Das hat er geschafft, und schnell wurden das Pferd und die damals so angetriebenen Pferdebahnen ersetzt. Das war ein gigantischer Meilenstein der E-Mobilität. Am 1. Dezember 1908 konnte die erste elektrische Straßenbahn in Schwerin in Betrieb genommen werden. Wir haben also im nächs­ten Jahr 110 Jahre öffentliche E-Mobilität mit der Straßenbahn in Schwerin. Es gibt heute noch 60 Städte mit Straßenbahnen in Deutschland. Immer gehört auch der Bus zur öffentlichen Mobilität in diesen Städten/Unternehmen dazu.

Viele Städte haben in den 70er Jahren die Straßenbahn abgeschafft, und diese Fehler sind nahezu nicht mehr korrigierbar; die damaligen Trassen sind verbaut, lichter Raum ist nur noch begrenzt vorhanden. Weltweit erlebt aber öffentliche Mobilität einen Boom, und die Straßenbahn profitiert besonders davon. Australien, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, Frankreich, Spanien, China und die USA sind nur einige Beispiele für eine Wiederentdeckung der Straßenbahn. Und sie ist immer noch elektrisch.

Sharing, Teilen, Beteiligung, Verteilung, Mitbenutzen: Auch das ist heute Realität im Schweriner Nahverkehr. Mit einem Fahrschein können Sie Busse und Straßenbahnen mit anderen Fahrgästen teilen und werden ent­spannt, sicher und pünktlich gefahren. Zu Fuß gehen, Rad Fahren und den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen sind in der Summe nachhaltige Mobilität. Steigen Sie um und erleben Sie mit, wie auch in Schwerin der Bus elektrisch wird!

Wilfried Eisenberg
Geschäftsführer Nahverkehr Schwerin