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Mauerfall – und was danach kam

Manuela Schwesig und Gregor Gysi in Gesprächsrunde der Zeitschrift SUPERillu zu Gast
Manuela Schwesig und Gregor Gysi im Gespräch mit SUPERillu-Chefredakteur Stefan Kobus (r.)
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Unter der Überschrift „Eine ehrliche Bilanz“ veranstaltet die Zeitschrift SUPERillu im 30. Jahr des Mauerfalls eine Reihe von Stadtgesprächen. In Schwerin hatte Chefredakteur Stefan Kobus den Linken-Politiker Gregor Gysi und Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig vor dem Mikrofon. Die Zuschauer im ausverkauften Kino Capitol erlebten einen unterhaltsamen Abend, an dem sich beide Gäste die Bälle zuspielten und auf den großen Fragenrundumschlag des Chefredakteurs antworteten.

Es ging um die Zeit der Wende, den Einstieg in die Politik, um Kinderbetreuung, Frauenrechte und Rente, um Vorbilder und Ziele. Manuela Schwesig plädierte leidenschaftlich für die Grundrente und dafür, diejenigen zu stärken, die etwas für die Gesellschaft tun.  Gregor Gysi brachte zur Sprache, dass viele Errungenschaften Ostdeutschlands nun – wenn auch mit deutlicher zeitlicher Verzögerung – entdeckt würden. „Ostdeutschland war auf vielen Gebieten weiter“, sagte er und nannte unter anderem Kinderbetreuung und die Erwerbstätigkeit von Frauen.

Die Zuhörer erfuhren außerdem, dass Gysi zum Zeitpunkt der Maueröffnung bereits ins Bett gegangen war – am nächsten Tag stand für den Anwalt eine wichtige Gerichtsverhandlung an – und dass sich Manuela Schwesig von ihrem Begrüßungsgeld einen Motorradhelm gekauft hatte.
Dazwischen war Zeit für man­ches Bonmot: Der eloquente Plauderer Gysi, der für sich das Privileg in Anspruch nahm, im Alter von 71 für Weisheit zuständig zu sein, gab zum Schluss noch Tipps für das Alter. Der wohl wichtigste und mit viel Beifall bedachte: „Reden Sie nicht über Krankheiten, davon werden Sie nicht gesünder.“