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Der Schuldenberg droht mit Vulkanausbruch

„Jedes Mal, wenn ich auf mein Konto schaue, kriege ich eine Eurokrise.“
Foto: ccvision
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Mit diesen Worten bezeichnete eine Schwerinerin ihre durchaus prekäre finanzielle Lage. Seit geraumer Zeit kommt sie aus ihrem Dispo nicht raus. Monat für Monat bleiben die Zahlen rot. Jetzt droht die Sparkasse, das Konto zu sperren – damit ist das Leben auf Pump zunächst einmal vorbei. So soll es eigentlich sein – zumindest bei den Privatpersonen. Eine Stadt darf die roten Zahlen etwas länger als jeder einzelner Bürger schreiben – doch einmal ist trotzdem Schluss. Seit 2000 weist Schwerin eine negative Jahresbilanz auf. Von Jahr zu Jahr wird der Schuldenberg immer größer. Allein im Bereich Soziales und Jugendhilfe hat jeder von uns seinen Schuldenanteil in Höhe von 289 Euro. Alle zusammen – und das sind 95.000 Einwohner – tragen wir die soziale Schuldenlast von unglaublichen 27,4 Millionen! Geschweige denn von anderen Finanzlöchern, die sich überall auftun. Die Ursachen sind längst bekannt. Nach der Wende zählte die Landeshauptstadt rund 125.000 Einwohner. Dementsprechend hochentwickelt waren auch das soziale Netzwerk und die Kulturlandschaft.
Jetzt sind wir nur noch 95.000 – doch die wertvolle Infrastruktur bleibt. Sie muss nur finanziert werden. Doch das Land berechnet seine Zuschüsse strikt nach Einwohnerzahl. Wir wurden weniger – brauchen also weniger Soziales, weniger Jugendarbeit, Sport und Kultur. Durch diese bürokratische Logik ist die Stadt gezwungen, sich selbst tief ins Fleisch zu schneiden. Aber die Kürzungen allein sorgen nicht für mehr Einkommen. Eine nachhaltige Lösung muss her – zum Beispiel ein spezielles Finanzierungskonzept für die Landeshauptstadt. Das Land zeigt sich zumindest gesprächsbereit – mehr dazu erfahren Sie in den Berichten Ihres Regionalsenders.

Schauen Sie einfach mal rein:
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