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Bundeswehr im Corona-Einsatz

Soldatinnen und Soldaten unterstützen die Corona-Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen in MV
Brigadegeneral Markus Kurczyk im Gespräch mit Soldaten, die bei der Kontaktnachverfolgung im Gesundheitsamt helfen
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Hilfe von der Bundeswehr – das gibt es in der Corona-Pandemie schon an vielen Stellen. Soldatinnen und Soldaten unterstützen Beschäftigte in Gesundheitsämtern bei der telefonischen Kontaktnachverfolgung, helfen in Corona-Testzentren, Impfzentren und in mobilen Impf-Teams. Jetzt beteiligen sich die Bundeswehrangehörigen auch bei der Durchführung von sogenannten Schnelltests in Alten- und Pflegeheimen und Einrichtungen der Eingliederungshilfe. Dies erfolgt zunächst für einen Zeitraum von bis zu drei Wochen ab Beginn des jeweiligen Einsatzes. Anschließend soll das Bundeswehrpersonal durch Tester und Testerinnen abgelöst werden, die durch den Aufruf der Bundesregierung und der Bundesagentur für Arbeit gewonnen wurden.

„Gerade die Schwächsten brauchen jetzt in der Pandemie unsere Hilfe.“ So bringt die Bundesministerin der Verteidigung, Annegret Kramp-Karrenbauer, das Engagement der Bundeswehr auf den Punkt. In Mecklenburg-Vorpommern haben bereits mehr als 60 Heime Unterstützung durch die Bundeswehr bei der Schnelltestung erhalten. Insgesamt packen etwa 230 Soldatinnen und Soldaten im Alten- und Pflegebereich mit an. Brigadegeneral

Markus Kurczyk, Kommandeur des Landeskommandos Mecklenburg-Vorpommern (Schwerin), ist stolz auf den Einsatz und die Zusammenarbeit mit allen Verantwortlichen im Bundesland: „Die Leistungen unseres Sanitätspersonals, aber auch der vielen „Helfenden Hände“ überzeugt mich jeden Tag. Unsere Hilfe ist schnell und unbürokratisch auf den Weg gebracht“, sagte er. Auf Grundlage des Grundgesetzes dürften die Soldaten nur innerhalb Deutschlands eingesetzt werden und zivile Stellen müssten ihren Bedarf frühzeitig anzeigen. „Das hat sich in den vergangenen Monaten prima eingespielt! Es geht jeden Tag um Menschenleben – das verdient jeden Einsatz und da zählt jede Stunde“, so der Brigadegeneral. „Allerdings kann die Hilfe der Bundeswehr keine Dauerlösung sein.“

Wenn Soldatinnen und Soldaten mit der Durchführung der Schnelltests das Beschäftigten in den Heimen entlasten, können sich die Fachkräfte in dieser Zeit auf die pflegerischen Aufgaben konzentrieren – so kommt die Hilfe allen zu Gute. Gleichzeitig kann so den Risikogruppen in Alten- und Pflegeeinrichtungen ein deutlich besserer Schutz geboten werden.

Deutschlandweit ist die Bundeswehr aktiv zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingebunden. „Der CORONA-Hilfseinsatz ist bereits jetzt der am längsten andauernde Unterstützungseinsatz der Bundeswehr im Inland in solch einer Größenordnung, den wir in unserer 65-jährigen Geschichte jemals erlebt haben“, sagte die Verteidigungsministerin. Deutschlandweit stehen bis zu 25.000 Soldatinnen und Soldaten im Kampf gegen Corona bereit, aktuell sind über 18.500 davon eingesetzt. In Mecklenburg-Vorpommern helfen während der Pandemie 530 Bundeswehrangehörige, die sich auf verschiedene Bereiche aufteilen: die Unterstützung der Gesundheitsämter, Hilfe bei der Impfkampagne und die Unterstützung der Schnelltests in den Seniorenheimen. 
www.bundeswehr.de