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18.01.19

Historische Funde bei Sanierung

Arbeiten auf dem Schlachtermarkt werden noch bis März archäologisch begleitet

Vororttermin auf dem Schlachtermarkt Foto: LH Schwerin

Die archäologische Begleitung der Tiefbauarbeiten auf dem Schlachtermarkt wird nach Angaben der Tief- und Kulturbau GmbH (TuK) planmäßig noch bis März dauern. TuK-Bauleiter Achim Nowak sagt, die Grabungen seien bei der Planung des Bauablaufs von vornherein berücksichtigt worden. Sie umfassen in Absprache mit dem Landesarchäologen Dr. Detlef Jantzen und der Landeshauptstadt als Auftraggeberin der Platzsanierung die jeweiligen Leitungstrassen, Hausanschlüsse und Baumstandorte bis zu einer Tiefe von 1,50 Metern.

Der Leiter der städtischen Bau- und Denkmalbehörde Dr. Günter Reinkober sagt: „Wir bedanken uns für die Unterstützung des Landesamtes für Denkmalpflege bei der archäologischen Begleitung dieser wichtigen Baumaßnahme.“
Für Grabungsleiter Peter Kaute war der Skelettfund im Dezember eher keine Überraschung: „Der Fund lag im Rahmen der Erwartungen. Der Begräbnisort war bereits in his­torischen Quellen als alter Friedhof erwähnt worden. Das mehr als 800 Jahre alte Skelett stammt vermutlich aus der Frühzeit der Stadtgründung.“

Die Knochen im Bereich der Grabung wurden geborgen und sollen weiter untersucht werden. Zu den Funden gehören außerdem Gebrauchskeramik, glasierte Tonscherben und alte Fundamente, die vom Landesamt dokumentiert werden.
Die Schweriner Altstadt ist als Bodendenkmal entsprechend Denkmalschutzgesetz M-V erfasst. Das bedeutet: Eingriffe in das Erdreich müssen grundsätzlich archäologisch begleitet und dokumentiert, Funde geborgen werden.

Den Schlachtermarkt gibt es erst etwas mehr als 100 Jahre. Der Platz war früher durch Häuser hinter dem Rathaus eng bebaut. Der Blumen- und Gemüsemarkt entstand 1886 bis 1897 durch Abriss der westlichen Häuserzeile in der Schlachterstraße, der so genannten „Riege“.
Die Schlachterstraße, die dem Platz seinen Namen gab, existiert schon seit 1799. Die Häuser der Schlachterstraße entstanden in der heutigen Gestalt überwiegend im 18. und 19. Jahrhundert.




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