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14.12.18

„Wie sich die Städte entwickeln“

Sandra Tondl ist neue Quartiersmanagerin für Neu Zippendorf und das Mueßer Holz

Sandra Tondl findet Graffiti spannend. Foto: S. Krieg

Häuser, Straßen, Städte, urbane Räume – wenn es um diese Themen geht, kommt Sandra Tondl aus dem Schwärmen nicht heraus. Die 31-Jährige hat bis vor Kurzem in Berlin gelebt und zuvor auch schon ein Jahr in Paris. Nun ist sie in ihre alte Heimatstadt Schwerin zurückgekehrt.
Sie und ihre Kollegin Julia Quade kümmern sich als neue Quartiersmanagerinnen um die Stadtteile Mueßer Holz und Neu Zippendorf. Die Aufgabe haben sie im Herbst dieses Jahres von Hanne Luhdo und Ingrid Schersinski übernommen. Das Quartiers­management ist jetzt der landes­eigenen LGE Mecklenburg-Vorpommern GmbH angegliedert.

Das Abitur legte Sandra Tondl am Schweriner Fachgymnasium Wirtschaft und Verwaltung ab. Ihr Schwerpunkt: Gesundheit. Warum das? „Ich habe gedacht, mal in diese Richtung zu gehen, vielleicht Medizin zu studieren, was ich aber schnell verworfen habe“, sagt sie. „Ach, ich hatte damals ganz viele Wünsche“, fügt sie schmunzelnd hinzu. „Architektur war auch so eine Idee. Letztlich habe ich mich dann aber für So­ziologie entschieden – weil mich der ganze soziale Bereich interessiert, Politik und Gesellschaft, wie Systeme funktionieren.“

Sie studierte dann von 2006 bis 2010 an der Universität Hamburg. Mit einer Unterbrechung: Von 2008 bis 2009 absolvierte sie zwei Semester in der französischen Hauptstadt; das Erasmus-Programm der EU machte es möglich. „In Paris begann ich mich bereits in Richtung Stadtentwicklung zu bewegen“, sagt sie. „Dort wurde im Fach Soziologie viel mehr aus dem Bereich Urbanistik gelehrt, als ich es aus Hamburg kannte.“
Um sich im Großstadtdschungel zurechtzufinden, habe sie sich in der Metropole oft Graffiti als Fixpunkte gewählt anstatt Straßenschilder. Überhaupt begeistere sie sich für Streetart. „Ich komme aus der Hip-Hop-Szene, habe diese Musik oft gehört, war auf Konzerten, und Graffiti fand ich natürlich auch spannend“, erinnert sie sich gern an diese Zeit.

Der Musik blieb sie verbunden, spielte sogar mal Schlagzeug in einer Rockband namens Polaroid. Jetzt legt sie hin und wieder als DJ „Toyota Prado“ auf: Neo-Disco, Nu Soul, Electro-Funk vor allem – Sounds für das City-Leben. Zuletzt habe sie öfter in Berliner Tanzbars gespielt.

Die Bundeshauptstadt war nach dem Studium in Hamburg ihre nächste Station: An der TU Berlin hängte sie ab 2010 ein Masterstudium an: Historische Urbanistik. Auch wenn dies zunächst etwas trocken klinge, sei es doch ein sehr spannendes Thema. „Es ging darum, wie sich Städte entwickeln. Wie werden sie größer? Wie werden sie kleiner? Wie bilden  sich Agglomerationen, auf welche Art entstehen Globalcities, also Metropolen wie Moskau, New York, Tokio oder auch Berlin? Das finde ich hoch interessant“, erläutert sie.
Nachdem sie den Master of Arts in der Tasche hatte, arbeitete sie zunächst in einem Bioladen in Kreuzberg. „Der war schon fast so was wie ein Stadtteiltreff, eine Art Tante-Emma-Laden, wo sich die Bewohner treffen“, sagt sie. Eine gute Schule, für ihre kommenden Aufgaben. Es folgten Tätigkeiten in einem Kreuzberger Quartiersmanagement, bei der Stadtmarketing und in einer Stiftung. Von 2016 bis Sommer dieses Jahres arbeitete sie in einem Berliner Jobcenter, wo sie Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund in Ausbildung vermittelte.

Als die Stelle in Schwerin frei wurde, zögerte sie nicht lange, sich zu bewerben. „Das war doch das, was ich schon immer wieder machen wollte“, freut sich Sandra Tondl. „Stadtentwicklung und Stadtplanung sind ja genau mein Bereich. Und ich wollte wieder mit Leuten zu tun haben, die freiwillig und gern zu mir kommen und nicht, weil sie geschickt werden, so wie zuvor im Jobcenter.“

Was sind denn ihre Ziele? Wie wird sie das Quartiersmanagement gestalten? „Sehr wichtig ist es meiner Kollegin und mir, Neu Zippendorf und das Mueßer Holz weiter lebendig zu halten. Wir möchten, dass viel gesprochen wird, dass die Bewohner zu uns kommen, aber auch miteinander reden“, sagt sie. Sie könne sich zudem vorstellen, künftig noch mehr Kultur in die beiden Stadtteile zu bringen. Ein Filmfestival mit einem Haus als Leinwand wäre so eine Idee, oder auch ein klassisches Konzert auf dem Platz vor dem Fernsehturm. Und Ausstellungen.

Sandra Tondl und Julia Quade sind zwanzig Stunden pro Woche im Stadtteiltreff „Eiskristall“ zu finden (die andere Hälfte der Zeit direkt bei der LGE), im Februar 2019 kommt noch ein Büro im „Campus am Turm“ hinzu; dieses Bildungs- und Bürgerzentrum wird derzeit in der Hamburger Allee 124 gebaut. S. Krieg




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